Steinernes Meer mit Persailhorn (2347m) 15.-16.07.2023

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Ganz spontan Mitte Juli entschieden sich Wolfgang und ich zu einer Bergtour im Steinernen Meer. War ich bislang noch nie in der Ecke gewesen, so ergab eigentlich ein möglicher freier Hüttenplatz im Lager der Peter-Wiechenthaler Hütte das diesmalige Ziel, aber das Gelände dort erschien uns sogleich passend für uns. Für Samstag waren Fahrt und Aufstieg zur Hütte geplant, für Sonntag plante ich zwei verschiedene Touren vor. Der Rest sollte sich dann vor Ort ergeben.


15.07.2023

Es war heiß an diesem Tag – weiter über 30 Grad sollten es werden. So saßen wir erstmal 5 Stunden im Auto nach Saalfelden im Urlaubsverkehr. Allein das strengte schon an. Gegen halb 4 am angedachten Parkplatz angekommen wurden Schuhe geschnürt und los ging’s in Richtung Einsiedelei und dann über den Jägersteig hoch zur Hütte. Die Sonne brannte runter, so daß das Ganze ganz schön schweißtreibend war und viel Wasser benötigte. Nach 2 ¾h kamen wir an. Ich quälte mich irgendwie ziemlich.

Die Hütte, eine ÖAV Hütte war schon eher eine Nobelunterkunft für diese Bergverhältnisse. Die riesige Sonnenterrasse saß voll mit teilweise sicher noch Tagesgästen. Wir wurden nett empfangen, meldeten uns vor an und saßen dann erstmal noch in der Sonne, um was zu trinken und zu essen. Danach checkten wir ein und machten uns frisch. Hatten wir eigentlich Lagerplätze bestellt, so quartierte man uns in einem 6er Zimmer ein mit 3x 2er Koien. Es sollte also jeder zwei „Betten“ für sich haben. Die Hütte mußte wirklich recht neu saniert sein und war toll gemacht mit viel Holz wie die meisten Hütten, aber dennoch irre nobel. Wir schlossen den Abend ab mit einem Bier auf der Terrasse noch im Sonnenuntergang und gingen dann rein hinter das Panoramafenster, von dem aus man noch lange das Rot am Himmel sehen konnte.


16.07.2023

Um 7.30 Uhr gab es Frühstück. Trotz dem vielen Platz und der „Ruhe“ hatte ich gefühlt wenig geschlafen. Wir hatten zwar eine Überquerung von ein paar Gipfeln im Blick, aber da wir ja am Ende noch heimfahren mußten, war eigentlich klar, daß es die große Runde nicht werden konnte. Wir entschieden uns, Sachen auf der Hütte zu lassen und mit leichtem Gepäck zum Persailhorn aufzusteigen, um dort weiter zu entscheiden. Auch wenn wir die eine mögliche Überschreitung machen sollten, würden wir nochmal dort vorbeikommen.
Der Weg war kraß. Erst ging’s ca. eine halbe Stunde steil bergauf Bergweg. Dann teilte sich das Ganze auf. Links ein B/C Klettersteig, rechts ein B/C Klettersteig, der aber etwas leichter sein sollte, und geradeaus der Saalfeldener Höhenweg, von dem ich nicht viel Informationen habe finden können. Der rechte Weg zweigte als erster ab und den ließen wir rechts liegen. Zum Einstieg in den schwereren Klettersteig ging es auch schon seilversichert los mit allerdings relativ leichten Passagen, so daß wir uns auch nicht anhängten oder Ausrüstung anlegten. Konzentration war dennoch erforderlich. Dann die Entscheidung. Links sahen wir den Klettersteig, in dem wir auch ein paar Leute sehen konnten, geradeaus leichte Kletterei nach oben, die aber nicht weit einsehbar war. Wir entschieden uns für geradeaus, da wir glaub‘ beide keine Lust auf Klettersteig hatten. Sorgsam drauf achtend, keine Steine loszutreten, stiegen wir los. Es war einfach toll. Kletterei pur über 200hm hinauf im 1er Grad, vielleicht eine 2er Stelle, die wir aber beim Abstieg garnicht mehr so empfinden sollten. Oben dann nochmal Klettersteig, aber auch das ohne Gurt machbar für uns. Als wir auf dem Gipfel auf 2347m waren, hatten wir leider keine Sicht, die mich schon gereizt hätte. Aber gut. Hier tummelte sich einiges an Leuten, die in verschiedene Richtungen wieder verschwanden.

Aufgrund der doch fortgeschrittenen Zeit entschieden wir uns zum direkten Abstieg zur Hütte, den gleichen Weg zurück, und dann mit dem gesamten Gepäck wieder ganz nach unten. Auch dieser Abstieg sollte noch interessant werden. Es hatte wieder aufgerissen und wurde heiß fast wie am Tag vorher. Jetzt lag auch das Persailhorn frei von Wolken. Es ging noch mit einigen Gegenanstiegen steil bergab über Leitern, ekelhaft feines Gries und hohe Stufen. Auf der Steinalm machen wir nochmal Pause bei einem kühlen Getränk und liefen dann zum Auto zurück. Heimfahrt ging dann zumindest einigermaßen fließend. Alles in Allem ein Ausflug, von dem man zehren kann!!

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