…erste und vermutlich einzige Frühstartertour für mich in 2023…
Rezept: Wie immer : Man nehme diesmal 7 Leute mit guter Laune und Lust auf Berge, packe sie in zwei Autos, nehme unterwegs noch eine 8. Person mit, fahre nach Steinbach am Rofan und los geht’s… Zubereitung: sehr simpel Zubereitungsdauer: …viel zu schnell vorbei…
Langes Wochenende mit Brückentag, da Dienstag Feiertag und ich war daheim am Werkeln im Garten und im Haus, immer wieder mit Blick auf das Bergwetter, das gigantisch war gerade für diese Jahreszeit. Spät aber doch, am Sonntag Abend packte ich meine 7 Sachen zusammen, um noch 2 Tage mit dem Caddy in die Ammergauer zu fahren. Die Touren hatte ich schon im Frühjahr geplant, als mir das Wetter dann doch wieder einen Strich durch die Rechnung gemacht hatte. Diese sollten es werden und ich studierte sie nochmal genau.
02.10.2023
Ich fuhr um 5 Uhr früh hier los, kam super durch und war um kurz nach 9 an der Ammerwald Alm, an der ich mir den letzten freien Parkplatz sichern konnte, bereit zum Loslaufen. Es ging ziemlich schnell recht steil nach oben. Es war ungewöhnlich warm für diese Jahreszeit. Mit leicht schweren Beinen kämpfte ich mich hoch, da ich am Tag vorher noch laufen gewesen war, aber die Ausblicke und das Panorama war einfach phänomenal. Auch ließ der Aufstieg zur Hochplatte keine Wünsche offen an diesem wunderbaren Sonnentag. War’s schon im unteren Bereich nicht langweilig, so wurde es oben dann richtig lustig mit kleinen Kraxeleien, dann wohl Kletterstellen im 2. Grad und ein paar seilversicherten Stellen. Meistens störten die Versicherungen eher, aber an einer Stelle hätte ich nicht ohne Seil abklettern wollen. Auch wenn es weiter unten noch recht verlassen war alles, so wurden es Richtung Gipfel dann doch einiges an Leuten, da es mehrere Aufstiegsmöglichkeiten gibt. Nach insgesamt 3h war ich am Kreuz angekommen und ließ mir hier eine halbe Stunde Zeit, um die Aussicht auf Zugspitze, die Geierköpfe, den Daniel, den Foggensee und auf vieles andere zu genießen. Auch ein paar lustige Plaudereien gab es mit den ein oder anderen Leuten, die das Dasein hier genossen.
Der Abstiegsweg war ebenfalls nochmal kraxelich und schön. Hier gab es einen Kreuzungspunkt, wo man absteigen konnte, aber ich wollte ja noch über die Weitalpspitz drüber. Der Weg war nichtmal angeschrieben, aber es waren doch deutliche Trittspuren erkennbar. Zudem hatte ich den Track auf der Uhr. Nach kurz nochmal orientieren lief ich los und war nun völlig allein. Hier gingen wohl wirklich nicht viele. Der Weg war aber gut zu finden und ich stand mutterseelenallein am Gipfel bis sich nach ca. 15 Minuten doch noch zwei Wanderer hierher verirrt hatten.
Sie liefen gleich durch, ich blieb noch ein wenig bis ich mich auch auf den Weg machte. Im Abstieg sollte ich sie dennoch recht schnell überholen. Weiter unten traf ich dann doch noch einen recht alten klapprigen Mann, der auf einem Baumstamm hockte und am Handy guckte. Mit ihm nochmal ein sehr nettes Gespräch. Er war wohl tatsächlich auch auf dem Gipfel gewesen und ruhte gerade etwas aus. Das bewundere ich wirlklich – der war sicher weit über 70. Runter ging’s dann gar schnell und um 15.30 Uhr sowas war ich am Auto zurück. Ich checkte kurz wo tanken, wo Supermarkt und fuhr los. Einkaufen und tanken in Oberammergau und dann zu einem Stellplatz mit Toilette in Unmterammergau, wo ich am nächsten Tag direkt würde loslaufen können. Habe mich dann da hingestellt und alles für den nächsten Tag gerichtet.
Wäre gerne noch in einen Biergarten oder so gegangen, aber hier hatte einfach alles geschlossen. Es war nichts in der Nähe zu finden. Nochmal mit dem Auto wegfahren wollte ich nicht, da dann mein schöner Platz weg gewesen wäre. Es war hier doch reges Ankommen und über Nacht schließlich war der Platz wohl voll. So gab’s die zwei kühlen Bierchens aus dem Supermarkt und ich ging bald schlafen. Müde war ich schon auch nach dem langen Tag.
03.10.2023
Das Aufstehen fiel recht leicht, die Sonne kam so langsam vor, es gab einen Kaffee vom Gaskocher und eine Scheibe Brot. Um halb 8 lief ich los. Es ging lange durch den Wald und sehr schnell wurde der Weg sehr steil. Nach ca. einer halben Stunde war wieder der von mir geplante Weg nicht mehr angeschrieben. Ich prüfte nochmal alle Karten und Routen und nahm wieder meinen Weg, der definitiv einer war. Es ist der Gipfel Rosengarten ein wunderschöner Fleck mit toller Aussicht, aber wohl auch selten begangen, so war ich lange alleine unterwegs.
Erst ab der Kuhalm traf ich wieder auf Leute. Ab hier ging’s dann hoch auf den Teufelstättkopf. Der Weg nicht ganz so imposant wie gestern, aber am Schluß dann noch ein Stückchen Kraxeleinlage. Dennoch ein toller Berg mit toller Sicht und der Tag nochmal fantastisch.
Hielt mich hier allerdings nicht mehr so lange auf, da ich ja auch noch die Heimfahrt vor mir hatte. Ging dann zum August-Schuster Haus, wo ich mir ein Bier genehmigte. 3 Euro – das sollte für eine Berghütte mal erwähnt werden… Dann ging’s bergab. Auch wieder nicht den Fahrweg, sondern unbeschildert durch den Wald und dann noch durch die Schleifmühlklamm, die zwar nicht riesig imposant aber doch sehr schön ist. Gegen 13 Uhr war ich am Auto, um ca. eine halbe Stunde später heimwärts zu fahren. Die Fahrt lief sehr gut und Ammergauer jederzeit gerne wieder!!