Kaisergebirge Ellmauer Halt (2342m) 26.-28.07.2024

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…spontan gedacht, spontan geplant, spontan gemacht – so muß es sein!!


26.07.2024

Caddy wurde gepackt und kurz nach der Arbeit ging’s los nach Going im Wilden Kaiser. Plätzchen gesucht und gefunden mit Blick auf das morgige Gipfelziel, die Ellmauer Halt mit 2342m. Nach Ankunft noch kurz ein kühles Getränk aus dem Supermarkt besorgen, eine Kleinigkeit essen in einer Pizzeria und abschließend noch ein kleiner Spaziergang sowie die Tour für morgen studieren und durchsprechen. Es kann so einfach sein.


27.07.2024

Um 6.30 Uhr klingelte der Wecker. Aufstehen, Kaffee kochen, Rucksack rüsten für das was auf uns zukommen sollte. Hüttenübernachtung war angedacht aber unwahrscheinlich zu diesem Zeitpunkt, da laut Reservierungssystem die Gaudeamushütte komplett ausgebucht war. Dennoch nahmen wir alles mit – Waschzeug und Hüttenschlafsack, ansonsten Bergausrüstung und -klamotten inklusive Helm, kein Klettersteiggeschirr, da wir die Tour für uns ohne dieses für machbar befunden haben. Im Zweifelsfall umkehren war der Plan, aber das sollte nicht nötig sein. Also alles richtig gemacht.
Hinauf ging’s mit dem Auto zur Wochenbrunner Alm auf knapp 1100m, wo wir parkten, uns in die Bergstiefel warfen und dann los gingen, zunächst zur Gruttenhütte auf 1620m. Es war gut warm, wir hetzten nicht, aber schon hier blieben wir unter der angeschriebenen Gehzeit. Der Aufstieg schon ziemlich von Beginn an mit Blick zum Gipfel, der von da unten aus unerreichbar scheint, aber es soll ja machbar sein.

Aufgrund der Wärme hier nochmal Wasser auffüllen und weiter. Zwischen 1800 und 2000m hieß es dann Helm aufsetzen. Hier begann die lustige Kletterei und natürlich waren bei diesem tollen Wetter an einem Samstag nicht nur wir zwei unterwegs, so daß immer mal auch ein Stein von oben geflogen kommen kann. Es gab seilversicherte Stellen im A bis B/C Grad neben leichten Kletterstellen mit max. 1 zu bestehen. Es machte irre viel Spaß und 200hm sind bestimmt mit Kletterei dieser Art dabei. Ausdauer ist hier demnach schon von Nöten. Die Jägerwand-Treppe stellt ein echtes Highlight dar am Gamsänger Steig, wo man hoch und wieder runter muß im Abstieg dann. Dessen sollte man sich jederzeit bewußt sein. Hier ist es schon recht luftig unterm Hintern und einige Tritte haben gewackelt, so daß ich hier schon sehr mit Bedacht gegangen bin. Schwindelfreiheit und Trittsicherheit sind hier absolut gefragt. Anderweitig ist man nah am Fels, der nur teilweise bröselt. Griffe sind oft gut vorhanden. Viele Seile, die angebracht sind, stören, wenn man einfach nur die Felskletterei mag.
Nach 4h gesamt (mit wirklich ausführlichen Pausen) waren wir am Gipfel angekommen, auch wenn reine Gehzeit unten 4,25h angeschrieben sind. Was ’ne super Tour. Auch wenn es ziemlich Wolken jetzt gab und man eigentlich nur nach Norden hin eine ordentliche Sicht hatte, war es einfach irre schön hier. Wir ließen uns gründlich Zeit, um dieses Gipfelziel zu genießen.

Danach ging’s zunächst den selben Weg wieder runter mit einer kleinen Wegstrecke, wo es zwei Varianten gibt, alles wieder abklettern, was keine große Schwierigkeit darstellte. Immer wieder drang Musik der Blaskapelle von der Gruttenhütte zu uns herauf, die da heute spielte. Das letzte Stück zur Gruttenhütte nahmen wir dann einen alternativen Weg, der zwar viel kräftezehrendes Geröll in sich hatte, aber dennoch sehr schön war. Angekommen dort heute zum zweiten Mal ließen wir uns hier ein wohlverdientes Bier auf der Terrasse schmecken, bevor es über den Jubiläumssteig hinab zur Gaudeamushütte gehen sollte.

Für ein paar Minuten kam nun etwas Niesel auf, der nicht beeinträchtigt hat, und da gab’s dann nochmal tolle Felsformationen und seilversicherte Stellen sowie eine Leiter, bevor es endgültig hinab ging.
Angekommen auf der Gaudeamushütte checkten wir kurz das Wetter für morgen. Es war eigentlich eine weitere größere Tour angedacht, bevor wir nach Hause fahren wollten, aber es bestätigte sich immer mehr, daß es spätestens gegen Mittag hier dauerregnen würde. So fragten wir nach einem Schlafplatz, den wir bekamen und verbrachten einen gemütlichen Hüttenabend, zunächst auf der Sonnenterrasse und dann im Inneren der Hütte mit Quatschen und Würfeln.


28.07.2024

Wecker wieder um halb 7, dann lediglich eine Tasse Kaffee um 7. Es goß aus Eimern. Unsere größere Variante des Absteigens war wohl auch dahin, aber die Wetterapp versrpach, mit dem Regen zwischen 8 und 9 mal Pause hier zu machen, und so war es letztlich auch. Kurz vor 8 liefen wir im Trockenen los und kamen auch fast trocken unten an auf direktem Weg. So war’s also schon vorbei wieder – Starkregen auf der Autobahn dann… Aber ein erneut tolles Wochenende im Kopf, das ich jederzeit wiederholen würde!

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