Der August 2020 stand vor der Tür, der August, von dem ich 3 ganze Wochen in Pakistan, 2 davon dort im Hochgebirge, hätte verbringen wollen. Eine Woche von meinem Urlaub konnte ich verlegen, aber zwei waren noch übrig, und ich hatte keinen Plan, was tun. Eventuell Berge, eventuell Rad stand im Raum, aber allein…!? War doch etwas motivationslos, was das anging. Als sich dann kurzfristig herausstellte, daß Lissy zufällig zur selben Zeit Urlaub haben sollte und ähnlich planlos war wie ich, dazu sehr interessiert an einer mehrtägigen Hüttentour in den Alpen stieg die Stimmung enorm, und ein Plan war schnell gemacht. Seit 2016 war ich nicht mehr im Ötztal gewesen und die Sehnsucht danach war groß, zumal ich erst kurz vorher Tourenvorschläge für einen Freund für die Region ausgearbeitet hatte.
Ich steckte so eine ungefähre Route ab, fragte 3 Hütten an und stellte nach und nach 4 Tage Rundwanderung zusammen – natürlich immer mit dem Augenmerk drauf, daß alles für uns beide machbar ist. Die 3 Hütten antworteten positiv. 5 Tage vor Beginn unserer Reise fiel mir noch eine Erweiterungsmöglichkeit ein, und mit Lissys Zustimmung fragte ich eine weitere Unterkunft an, die wir dann mit zusätzlicher Etappe vorne anstellten. Das Vorhaben war somit Folgendes:
Tag 1: Fahrt nach Vent, dort parken, Bus nach Obergurgl, Aufstieg zum Ramolhaus
Tag 2: Ramolhaus über Ramoljoch zur Martin-Busch-Hütte
Tag 3: Martin-Busch-Hütte über Saykogel zum Hochjochhospiz
Tag 4: Hochjochhospiz über die 3 Guslaspitzen zur Breslauer Hütte
Tag 5: Breslauer Hütte ohne Gepäck zum Urkundkolm und dann mit Gepäck über Wildes Mannle und mit der Seilbahn runter nach Vent zum Auto
Die Vorfreude war riesig, das Wetter schien passabel zu werden, auch wenn gegen Nachmittag wohl ab und zu Wärmegewitter kommen würden. Die Hütten kannte ich alle schon, hatte teilweise schon mehr- oder vielfach darauf übernachtet, aber bis auf den Gipfel Wildes Mannle kannte ich nur Teilabschnitte, aber nicht die Highlights der einzelnen Touren. Das machte alles für mich natürlich auch nochmal interessanter. Nun hoffte ich einfach, daß unser Plan aufgeht und auch Lissy Spaß bei der Sache hat!
09.08.2020
Um kurz vor halb 6 stand ich bei Lissy vor der Tür. Die Fahrt verlief problemlos ohne Stau über München, Garmisch und Landstraße bis nach Vent. Bei sonnigem Hochsommer-Bergwetter parkten wir auf dem Parkplatz kurz vor der Ortschaft, lösten Ticket für 5 Tage, machten uns bergfertig, aßen noch einen Bissen und liefen zur Bushaltestelle, an der wir noch eine halbe Stunde auf den Bus warten mußten – perfektes Timing also für 5,5-stündige Anfahrt. Mit dem Bus ging es dann nach Zwieselstein zurück, dort wieder eine halbe Stunde warten auf dem Bus nach Obergurgl. Funktionierte alles prima, und so waren wir um 13.15 Uhr bereit zum Loslaufen.
Warm war es für diese Höhe von 1900m, Trägershirt war angesagt und kurze Hose sowieso – wir sollten auch an keinem der Tage eine Lange brauchen.
Knapp 8km ging es nun stetig, mal mehr mal weniger steil ansteigend oberhalb der Gurgler Ache entlang bis zum Ramolhaus auf 3006m. Der letzte Anstieg zur Hütte, die auf einem Felsvorsprung thront, war dann richtig steil – so kamen wir schwitzend und mit roten Köpfen aber glücklich oben an. Um uns herum lag eine fantastische Gletscher- und Berglandschaft. Von den angegebenen 4h Gehzeit hatten wir 3,5h inkl. 15-minütiger Pause benötigt.



Vom Hüttenwirt Martin, der immer einen Spaß auf der Zunge hatte und sich sehr um das Wohlbefinden seiner Gäste kümmerte, wurden wir sehr nett empfangen, bekamen ein Lager zugewiesen, das sich als ein 4-Bett-Zimmer für uns alleine rausstellte, und nach dem Einrichten und Frischmachen gingen wir noch eine Runde ums Haus, um zu gucken und zu fotografieren. Zu essen gab’s dann für uns beide Wenigesser dann nur das leckere Hauptgericht (Gemüsereis mit Hähnchencurry) anstatt das Menu und zum Nachtisch 2 Runden Kniffel.
Die Konstellation von 3 Frauen und 1 Mann am Nebentisch verursachte bei uns einiges Naserümpfen und Kopfschütteln. Wie sie wirklich zusammenhingen erschloß sich uns heute und auch am nächsten Tag (sie sollten morgen die selbe Tour laufen) nicht ganz, nur das penetrante Gerede ging nicht mehr aus dem Ohr raus für den Moment.
Um 9 Uhr gingen wir erledigt vom Tag schlafen, die Nacht war angenehm ruhig.

10.08.2020
Den Wecker, der auf 7 Uhr gestellt war, benötigten wir nicht. Nach gutem (berghüttenüblichen) Frühstücksbuffet mit Kaffee hatten wir um dreiviertel 8 alles gepackt und waren startklar. Der Himmel war wolkenlos blau, kühle Morgenluft war noch zu spüren, die sich aber bald auflösen sollte. Wetterbericht für heute war perfekt mit Gewitterwahrscheinlichkeit gegen späten Nachmittag, so sollte sich unser Plan durchführen lassen. Schon Vormittags würden wir über die bei Regen und Gewitter schwierige etwas gefährliche Stelle drüber sein, und wenn wir auf den Schluß zu etwas Regen abbekommen sollten, dann wäre das nicht schlimm.
Losging’s direkt hinter der Hütte bergauf auf steinigen Bergwegen und über ein paar Schneefelder, die so früh am Morgen erst leicht angetaut waren, da recht flach aber problemlos ohne Eisen zu überqueren. Innerhalb weniger Minuten steht man hier in einer scheinbar menschenleeren einsamen Bergwelt, wo nur die Fußtritte im Schnee auf das Dasein anderer hinweisen. Es folgten dann auch Leute, ganz klar, aber überlaufen war keine einzige unserer Touren.
Nachdem man die Schneefelder hinter sich gelassen hat wird es schnell steil und die ersten Drahtseile im Fels in Kombination mit Eisentritten werden sichtbar. Hatte ich zur Not für diese Passage Klettergurt und Klettersteigset für Lissy im Rucksack, so merkte ich schnell, daß das überhaupt nicht nötig gewesen wäre. Sie ging voran und kletterte die vielen Stufen und Wände am Seil hinauf wie wenn sie nie was anderes gemacht hätte. Ich kletterte hinterher und machte Bilddoku für sie und die Leute, denen ich auch diese Tour vorgeschlagen hatte. Bei 3186m über dem Meer, also nur 180m über dem Ramolhaus erreicht man das Ramoljoch, bei dem wir ca. um halb 9 ankamen. Von hier hat man einen wunderschönen Blick auf die Wildspitze mit 3770m, dem damit zweithöchsten Berg Österreichs nach dem Großglockner.





Das Bild war nun ein völlig anderes und über Blockwerk und Platten ging es schattig zwischen Spiegelferner und Ramolkogel nach unten, im großen Bogen um den Spiegelkogel herum und nach ein paar Gletscherbach-Querungen steil nach unten, um zwischen Vent und Martin-Busch-Hütte auf den Normalweg zur Martin-Busch-Hütte zu stoßen, der im Übrigen wieder befahrbar und offen zu sein scheint, auch wenn die Warnschilder noch hängen. Diesen liefen wir dann hinauf und kamen so um 14.30 Uhr an unserem heutigen Ziel an, Gehzeit ziemlich genau 6h wie angegeben, 12km, 510m hoch und 980m runter. Wir waren also gut unterwegs, auch wenn wir wirklich nicht hetzten, viele Bilder schossen und uns Zeit für die tolle Aussicht und den Genuß nahmen.



Auch hier wurden wir freundlich empfangen, auch wenn die Hütte natürlich wesentlich größer und unpersönlicher ist. Unser Lager war diesmal ein 10-Bett-Quartier, in dem dann letztlich 8 Personen lagen. Kurz saßen wir nach dem Frischmachen noch draußen, aber es schlug dann schnell das Wetter um. Ab ca. 16 Uhr Gewitter und Regen, der bis weit in die Nacht hineingehen sollte. Wir waren dann in der Wirtsstube und spielten Mensch-ärgere-Dich-nicht wo sich bald noch zwei alleinreisende Jungs dazusetzten, Tobias und Tobias, der eine aus Holland, der andere aus Hannover. Wir spielten ein paarmal mit verschärften Regeln vor und nach dem Essen und quatschten bißchen. Der Tobi aus Hannover hatte morgen auch vor über den Saykogel zu gehen wie wir, und wir verabredeten zumindest mal eine ungefähre Zeit zum Aufbruch – 6.30 Uhr Start.
11.08.2020
Der Wecker klingelte um 5.30 Uhr, d.h. Ich schaute wieder 3 Minuten vorher auf die Uhr. Wir wollten früh starten, um gut rüberzukommen. Auch heute waren wieder Gewitter am Nachmittag gemeldet.
Abermals strahlend blauer Himmel am Morgen, so liefen wir über leicht ansteigende Wiesenhänge ein kleines Stück Richtung Similaunhütte und dann rechts hoch zum Saykogel. Tobias, der etwas später gestartet war, holte uns bald ein, lief ein Stück mit uns und überholte uns dann, um uns erst am Abend auf der Hütte wieder zu begegnen, nachdem er noch die Mittlere Guslarspitze gemacht hatte. Er war wirklich sehr schnell unterwegs.
Wir ließen uns Zeit, was alles auch sehr angenehm und entspannt machte. Über Blockwerk, etwas Schutt und leichte Felskraxelei ging es nach oben der Sonne entgegen, erneut ein irre toller Sommertag im Gebirge. Vor dem letzten Steilanstieg machten wir in Ruhe Pause, und dann ging es die letzten Meter bis zur heutigen höchsten Stelle auf ca. 3300m. Der Weg ging dann links am Gipfel vorbei durch weiteres Blockwerk und dann auf der anderen Seite wieder runter in leichter Kletterei. Ein paar kleine ausgesetzte Stellen waren dabei, bei denen ich Lissy riet, nicht nach unten zu sehen, da sie nicht ganz schwindelfrei ist, aber sie hat das prima gemeistert. Wir waren hier sehr langsam unterwegs, aber durchwegs sicher und unproblematisch. Wahnsinnige Aussichten zum Similaun, der Fineilspitze, dem Hochjochferner und vielen anderen Gipfeln und Gletschern entschädigten alle Mühen, und nach dem etwas schwierigeren Teil im Abstieg oben ging es zügig weiter vorbei an einem kleinen See, in dem man die Fineilspitze spiegelnd fotografieren konnte und bis zur ersten Flußüberquerung. Das Wetter war noch immer stabil, so entschieden wir hier, unseren Füßen ein Eisbad zu gönnen und ein bißchen auszuruhen, um die Landschaft zu genießen. Wieder waren wir so gut wie alleine unterwegs an diesem Tag. Uns kamen tatsächlich nur kurz nach dem Saykogel zwei Männer entgegen, mit denen wir uns kurz unterhielten. Letztlich stiegen wir noch rüber zum Hochjochhospiz, wo wir ca. um 14 Uhr ankamen nach vielleicht etwas mehr als 6 Stunden Gehzeit, also wieder voll im Soll der angegebenen Zeit. Die Strecke beträgt ca. 9km bei 860m hoch und 990m runter.





Hier am Hochjochhospiz schien die Sonne noch kräftig auf die Terrasse, so daß wir das Frischmachen auf später verschoben und erstmal ein Bier auf der Terrasse tranken mit Blick auf Kreuzspitze, Kreuzkogel, Sennkogel, Saykogel und Fineilspitze.

Wieder hatten wir ein Zimmer für uns alleine, allerdings diesmal ein etwas engeres Zweibettzimmer mit Stockbett. Frischmachen, zum Abendessen einen Salat, der für einen Hüttensalat echt was hermachte, und dann noch Mensch-ärgere-Dich-nicht mit Tobias aus Hannover. Zwischendurch gab es wieder Regen und einen wunderschönen Regenbogen komplett rum vor den oben aufgezählten Gipfeln und sogar zwei Regenbogen übereinander – das hatte ich noch nie vorher gesehen. Hier wurde es nun zum ersten Mal wirklich fast 22 Uhr bis wir schlafen gingen, auch wenn wir wieder einen langen Tag vor uns hatten.

12.08.2020
Der Plan waren die Guslarspitzen (vielleicht alle 3), dann runter Richtung Vernagthütte und bis zur Beslauer, evtl. im Anschluß noch ohne Gepäck auf den Urkundkolm, der direkt hinter der Breslauer Hütte 300m höher liegt. Mal sehen, was gehen würde auch zwecks Wetter, das wie gehabt am Nachmittag Gewitter voraussagte.
Dieser Tag sollte der für mich Beeindruckendste werden – wie ein Blick von oben in eine zweite Heimat, die sich heute von ihrer klarsten und weitblickendsten Sonnenseite zeigte. Auch wenn das mein bereits 8. Besuch auf der Martin-Busch-Hütte war und erst der 4. auf dem Hochjochhospiz zieht mich doch diese Seite, also das Rofental mehr an und fühlt sich vertrauter an. Geschichten stecken in diesem Ötztal von Vent aus schon einige für mich, und nicht nur Positive. Spätestens aber diese Tour und gerade dieser Tag heute hat einiges wieder gutgemacht.
Wir liefen also los in Richtung der Mittleren Guslarspitze. Der Weg entspricht lange Zeit dem zum Brandenburger Haus. So liefen wir also auf die Abbruchkante des Kesselwandferners zu mit Blick zum Hintereisferner und zur Weißseespitze, im Nacken natürlich alle gesehenen Gipfel der letzten Tage. Je höher wir stiegen, um so weiter wurde der Kesselwandferner bis bald schon das Brandenburger Haus auftauchte, was durch die tolle klare Luft so nah wirkte, einfach unglaublich, das je so sehen zu können – zur richtigen Zeit am richtigen Ort. Dann teilte sich der Weg, und wir gingen rechts weiter durch steile Wanderpassagen hinauf zur Mittleren Guslarspitze, die wir nach 2 Stunden Gehzeit erreichten, also eine halbe Stunde schneller als am Schild gestanden hatte.




Hier trafen wir auf Stefan aus München, mit dem wir uns kurz unterhielten, und der auch so freundlich war, ein Bild von uns beiden zu machen mit dem Gipfelkreuz mit dem Edelweiß in der Mitte.
Von dieser Spitze aus konnte man unmarkiert hinüber zur Vorderen und zur Hinteren Guslarspitze gehen – als erstes auf die Vordere ohne Gepäck, da man ohnehin wieder zur Mittleren zurückmußte. Dieser Aufstieg bedeutete einiges an Kraxelei vielleicht 1er Kletterstellen, und Lissy entschied sich auf halber Strecke auf mich zu warten. Das machte mir jetzt so richtig Spaß, hier einen Weg zu suchen und hinauf zu klettern – genau mein Ding. Stefan war schon kurz vor mir oben, so konnte ich auch dort ein Gipfelbild von mir machen lassen.

Wir quatschten bißchen über die umliegenden Berge und unsere Touren und stiegen dann gemeinsam wieder ab, wieder auf die Mittlere und dann noch zusammen mit Lissy und Gepäck auf die Hintere, die auch wieder einfaches Blockwerk darstellte. Allerdings waren die Wege hier deutlich sichtbar. Es war einfach unbeschreiblich hier oben.


Dennoch mußten wir natürlich wieder runter über zunächst steile sandige Bergwege, dann wieder flacher. Das war die einzige Passage, während der ich meine Stöcke benutzte um etwas die Knie zu schonen, die überhaupt nicht muckten während der ganzen Tage, was mich wirklich glücklich machte.
Die Vernagthütte ließen wir links liegen und gingen über den Seuffertweg bis zu Breslauer Hütte. Das Wetter schlug langsam um und der Himmel zog sich zu, dennoch hatten wir tolle Ausblicke vor uns mit der Wildspitze und allem anderen um uns rum.


Dort angekommen wollten wir tatsächlich dann gleich noch los zum Urkundkolm. Wir bezogen unser Lager, diesmal ein 20-Mann-Lager, und machten uns fertig mit leichtem Gepäck, bzw. nur Wasser, Fotoapparat und Regenjacke, aber als wir wieder draußen waren begann es zu tröpfeln. Ein Bergführer, der dort oben Gletscherausbildung mit einer Gruppe machte, mit dem wir kurz sprachen, äußerte sich auch unsicher, ob es noch so lange halten würde, und so entschieden wir letztlich unten zu bleiben. Eventuell würde ich am nächsten Morgen noch die Gelegenheit dazu geben.
Heute waren es damit 13km, 1040m hoch und 610m runter in 6h 15min. Gehzeit – einfach perfektes Tempo und wieder ohne Hetze.
Wir saßen dann in der Hütte, wo erstmals alle Tische mit Plexiglasscheibe getrennt waren, und hatten viel zu erzählen und Spaß an dem Abend. Die Suppe war lecker und ausreichend, das Bier war ok, und zum Abschluß der Tour genehmigten wir uns einen Schnaps (beide keine Schnapstrinker…) :-).
Ins Bett ging es auch erst wieder um 10, aber im Lager war es eh sehr unruhig bei den vielen Leuten. Lange wurde noch gekramt und geraschelt.
13.08.2020
Da viele von hier aus auf den Gletscher und / oder zur Wildspitze gehen zum Beispiel gibt es bereits ab 5 Uhr Frühstück. Als wir um kurz vor 5 aufstanden war das Lager quasi schon leer bis auf Vereinzelte. Wir hatten uns aber auch für die frühe Zeit entschieden, da wir den Urkundkolm noch mitnehmen wollten und Verkehrschaos in Garmisch gemeldet war wegen Sperrung des Fernpasses für 3 Tage. Unsere Zeit war perfekt, viele waren schon weg, die Waschräume leer, auch beim Frühstück nicht viel los. Die Rucksäcke ließen wir hier und waren gegen dreiviertel 6 dann auf den Beinen vor dem Sonnenaufgang. Wolken waren am Himmel mit nur wenigen Lücken zwischendrin, aber es schien doch einigermaßen noch stabil zu sein. Dennoch waren die Regenjacken vorsichtshalber am Start. Die Idee, so früh da hochzugehen, erwies sich als richtig toll. So konnten wir einen wunderschönen Sonnenaufgang miterleben, zwar inmitten der Wolken, aber die Fotos und Bilder vor Augen machte das erst interessant. Wir waren hier um einiges schneller als angeschrieben, aber natürlich ohne Gepäck, was es schon leichter macht. Es gibt hier leichte Kraxeleien, aber nichts Nennenswertes auf der Tour ansich.



Dann zurück an der Breslauer Hütte, hier nochmal auf’s Klo und Rucksäcke holen und ab Richtung Wildes Mannle. Der Höhenunterschied zwischen der Hütte und dem Gipfel ist nicht viel, aber es geht doch einiges rauf und runter, teilweise auch recht steil und sandig unangenehm, aber alles kein Problem. Erst der Gipfelanstieg über den Rofenkarsteig ist etwas kniffelig und seilversichert an ausgesetzten Stellen, und oben geht’s dann ein ganzes Stück über Blockwerk bis zum Gipfelkreuz. Hier noch ein Selbstauslöser Gipfelbild bevor es runterging. Oben war es jetzt recht windig und kalt weil bedeckt. Der Abstieg bis zur Seilbahn ist nicht mehr weit, und mit dieser sind wir dann abgefahren, um uns die Plackerei bergab zu sparen und außerdem schnell am Auto zu sein, weil wir doch etwas Bedenken wegen der Heimfahrt hatten.




Waren um halb 11 in Vent und um halb 5 daheim, war also alles unbegründet, aber gut so. Eine wunderschöne Tour ist zuende, aber die Bilder sind im Kopf eingebrannt. Ich danke Lissy für die tollen Tage und die nette Begleitung und muß nochmal meinen riesen Respekt aussprechen: Es war als wärst Du schon immer in den letzten Jahren nur auf Hüttentouren unterwegs gewesen!!!
Ötztal, ich möchte wiederkommen!!!

Liebe Susan,
sehr schöne Bilder! Ja, unsere Alpen sind auch sehr schön und ein guter Trost für Pakistan. LG Jutta
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Hey Susan, super Bericht und tolle Bilder, kannte ich natürlich schon aus Whatsapp und Insta;-)
Wie gewohnt super geschrieben. Coole Tour!
LG,
Flo
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