Trekking durch den Kaukasus in Georgien mit Atsunta-Pass-Überschreitung (3520 m) 05.-18.08.2022

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Nachdem klar war, daß sich Pakistan in diesem Jahr erneut erledigen sollte, fragte Sonja mich, ob ich mir alternativ eine Reise in den Großen Kaukasus nach Georgien vorstellen könnte. Zelttrekking mit Reiseveranstalter und doch einigen zu überwindenden Höhenmetern und Strecken. Sehr schnell nachdem ich mit der Dame vom Veranstalter gesprochen und mich weiter informiert hatte, sagte ich zu. Hatte ich dieses Land und Gebiet bislang überhaupt nicht auf dem Schirm gehabt, so reizte es mich doch sehr schnell, zumal ich unbedingt wieder eine Fernreise machen wollte, wenn möglich.
Als es dann in Richtung Sommer ging zeichnete sich immer mehr ab, daß es diesmal wieder klappen sollte. Ich hatte mich für einen Direktflug von München nach Tiflis entschieden und startete hierzu am 04.08., um am 05.08. mitten in der Nacht anzukommen.
Die Tour sollte bis auf ca. 3500 Meter hochgehen, und der Große Kaukasus wäre vom Klima her vergleichbar mit den Alpen. So stellte ich mich beim Packen ein – dicker Schlafsack, warme Klamotten, aber auch kurze Sachen durften nicht fehlen. Das Wetter war wie auch hier in diesem Jahr zumindest für Tiflis sehr heiß, für’s Gebirge zeichnete sich allerdings schon im Vorfeld etwas unbeständiges Regenwetter ab.


05.08.2022

Ich landete um 4 Uhr in Tiflis und schon an der Paßkontrolle stand plötzlich Sonja hinter mir. Sie war mit einem anderen Flieger geflogen, aber wir wußten, daß wir ca. zeitgleich ankommen würden. Die Wiedersehensfreude war groß. Als wir unser Gepäck hatten, fanden wir auch schnell unseren Fahrer, der uns ins Hotel brachte. Wie wir dort erfuhren, mußten wir bereits um 8 Uhr zum Frühstück erscheinen – es hieß also gerade mal max. 2h Schlaf.
Alle anderen 10 Teilehmer waren bereits am Vortag oder früher angereist und empfingen uns dementsprechend ausgeruht am Frühstückstisch. 2 von ihnen kannte ich bereits von der letzten Marokkoreise mit Sonja, und Sonja kannte auch noch eine Weitere, die sie ebenfalls bezüglich Teilnahme hier gefragt hatte. Auf den ersten Blick schien es eine nette Truppe zu sein.
Um 9 Uhr ging es dann los zur Stadtführung mit unserem Reiseleiter, der uns zumindest anfangs begleiten sollte. Sehr bald erfuhren wir, daß er nur bis Tag 5 bei uns sein sollte, weil er dann eine andere Gruppe zugewiesen bekommen hatte. Wir sahen uns einige Sehenswürdigkeiten an und bekamen einiges erzählt. Bei der Führung durch die Schatzkammer in einem Museum klinkten Sonja und ich uns allerdings aus. Zwecks Müdigkeit war es hier nun einfach nicht mehr möglich, den Berichten aufmerksam zu folgen.
Anschließend ging’s zum Mittagessen in einem Lokal an der Straße. Hier wurden wir erstmalig mit georgischem Essen versorgt, welches mir insgesamt nur teilweise schmecken sollte. Es war aber immer ausreichend Auswahlmöglichkeit vorhanden.
Nach dem darauffolgenden kurzen Aufenthalt im Hotel hatten wir etwas Freizeit und ich ging mit Sonja durch die Straßen von Tiflis. Es ist für mich keine besonders tolle Stadt zum Anschauen – alte kunstvoll gestaltete Gebäude, die zerbröseln neben neuen glasfassadierten Prunkbauten, die ebenso wenig gepflegt zu werden scheinen. Kommt man etwas in abgelegenere Ecken, sieht man gleich die Armut und die Bruchbuden, in denen ein Großteil der Bevölkerung haust. In einer netten kleinen Kneipe in einer winzigen Gasse tranken wir unser erstes georgisches Bier, welches die dort wohl selbst herstellten – dieses war sehr lecker.

Zum Abendessen fuhren wir später etwas nach außerhalb in eine Art Biergarten. Hier war ganz schön Stimmung angesagt, aber müde waren wir nun doch. Zurück beim Hotel tranken wir noch ein Absackerbier auf der Straße bevor wir alle schlafen gingen.


06.08.2022

Es gab wieder um 8 Uhr Frühstück und um 9 stiegen wir in den Bus, der uns in Richtung Berge bringen sollte – nächstes Ziel Stepanzminda. Unterwegs stoppten wir noch am Schinwali Stausee und besichtigten eine Kirche, desweiteren kamen wir durch ein Skigebiet. Die Heerstraße, die Georgien mit Rußland verbindet stand am Straßenrand voll von LKWs, die auf die Weiterfahrt warteten. Recht zügig kamen wir voran, bezogen in Stepanzminda ein Gästehaus und gingen von dort aus bei einer Familie zum Essen. Es wurde riesig aufgetischt – Suppe, Salat, Gemüse, Brot, Spinatbrot, Hähnchen und Nudeltaschen mit Lammfleisch drin.

Im Anschluß machten wir uns auf zu unserer ersten kleinen Wanderung zur Gergeti-Kirche hoch, knapp 500hm über der Stadt. Das Wetter war trüb und regnerisch, so daß uns die große Fernsicht leider verwehrt blieb.

Abendessen in unserer Unterkunft und langsam immer besseres Kennenlernen untereinander. Es waren wirklich alle sehr nett, blieb nur noch abzuwarten, wie es sich später beim Trekking verhalten sollte.
Eine Auffälligkeit des Landes hatte sich bis hierhin schon im Straßenverkehr gegeben. Es gab Autos mit Lenkrad rechts, andere mit Lenkrad links, wobei rechts gefahren wurde. So etwas wäre bei uns nie denkbar. Die Frage danach an den Guide wurde damit beantwortet, daß es eben günstigere Importautos gab, die das Lenkrad auf der rechten Seite haben. Zugelassen werden darf hier wohl alles beliebig.


07.08.2022

Heute ging es endgültig in die Berge. Wir fuhren mit 3 kleinen Bussen nach Juta, wo unser Bergführer dazustieß, der nur gebrochen englisch sprechen konnte, sich aber als gute Begleitperson herausstellen sollte. Der Reisebegleiter, der aus Tiflis mitgefahren war, sollte noch 3 Tage zusätzlich dabei sein. Wir liefen von Beginn an ein langsames aber kontinuierliches Tempo und machten regelmäßig Pause. Alle kamen gut mit. Beim Aufstieg kamen wir an unserem Lagerplatz der heutigen Nacht vorbei, gingen aber noch höher auf die Thetuspitze (3210müNN) hinauf. Es waren dabei einige Bäche zu überqueren und oben in Gipfelnähe ging es etwas ausgesetzt entlang. Leider war wieder wenig um uns rum zu sehen, da die Wolken hier festzuhängen schienen. Nach 13km, 1130m hoch und 930m runter erreichten wir dann unser Camp, wo sämtliche Zelte bereits von der Mannschaft aufgebaut waren, und als wir uns gerade in den Zelten einrichteten begann es zu regnen.

Zum Abendessen im Gemeinschaftszelt gab es Suppe, Salat, Hähnchen und Melone. Ein Teilnehmer hatte eine Flasche Wein für alle mitgetragen, die wir zusammen tranken und von Tiflis-Begleiter stand eine große Flasche Chacha auf dem Tisch – ein klarer georgischer Traubenschnaps.
Zum ersten und lange nicht zum letzten Mal auf dieser Reise gab es Musik von Sonja auf der Ukulele und wir sangen dazu – alle waren gleich gerne dabei, was uns riesig freute.


08.08.2022

Das erste Frühstück im Zelt verlief wie erwartet – zu Essen nichts Besonderes, dazu löslichen Kaffee mit einer Art süßer Milchcreme oder Tee, aber reichlich, dann Tagesrucksack packen und los. Es stand eine einigermaßen lange Etappe vor uns. Das Wetter schien aktuell stabil trocken, wenn auch die Wolken sich nicht verzogen hatten. Es sollte über den Chauki Paß (3300m) zu den Abudelauri-Seen bis Roschka gehen, in Summe 15km, 1000m hoch und 1340m runter.
Einen Ausfall mit Magenproblemen hatten wir bereits jetzt. Da unser Gepäck von hier aus mit Geländebussen zum nächsten Camp gefahren wurde, konnte der betroffene Teilnehmer dort bequem mitfahren, alle anderen waren gut drauf und freudig am Start.
Der Weg zog sich weit geschlängelt durch die Landschaft bergauf. Es gab 2 Wasserstellen unterwegs zum Trinken und Frischmachen, wobei das Frischmachen noch nicht wirklich nötig war bei den Temperaturen. Auch Wind blies recht ordentlich. Als es langsam in den steilen Gipfelanstieg überging wurde es immer dunkler und es donnerte ein paarmal. Wir sollten uns etwas anschicken, über den Paß zu kommen, aber Grund zum Umkehren bestand nicht. Leider blieb uns die Sicht nun gänzlich verwehrt und den Blick auf die drei Seen, den Weißen, Blauen und Grünen von oben konnten wir uns nur achselzuckend im Kopf zusammenspinnen. Als wir wieder etwas nach unten gekommen waren, zeigte sich wenigstens kurzzeitig der blaue See, und wir begriffen, warum der so hieß – ein leuchtendes türkisblau stach uns in die Augen.

Irgendwo im Abstieg machten wir recht spät unsere Mittagspause zu der es immer Brot, Käse, Salami, Gurke, Eier, Schinken, Äpfel und Schokolade gab. Danach wurde es nochmal richtig steil, rutschige Wiesenhänge, die teilweise schlammig naß waren. Eine weitere Teilnehmerin hatten Magenprobleme erreicht und noch eine bekam Probleme mit dem Knie. Dennoch ging es irgendwie weiter. Am blauen und grünen See liefen wir dann direkt noch vorbei bevor sich der Weg am Hang langsam hinab bis Roschka zog. Zwischenzeitlich hatte es dann auch noch einiges an Regen gegeben, so daß wir ziemlich aufgeweicht unten ankamen. Durch die nassen Wiesen und Pfützen waren auch mehrere Paar Schuhe durchweicht. Immerhin lag das Ziel nun in der Abendsonne und wir konnten uns wenigstens etwas aufwärmen und trocknen bevor es zu Suppe, Salat, Wienern und Melone überging.
Im Lager zeigte sich dann, daß unser Begleiter aus Tiflis nun auch noch krank geworden ist. Er sagte, er würde evtl. bereits morgen einen Tag früher als geplant abreisen.
Ich ging heute sehr früh schlafen.


09.08.2022

An diesem Tag stand nur eine kurze Wanderung bevor das Tal hinunter in die Nähe des Dorfes Guli 6,5km, 160m hoch und 530m runter. Es ging durch hohe Wiesen und durch Bärenklau, weshalb wir lange Klamotten tragen sollten. Schon früh schien die Sonne und es war richtig warm. Die mit den Knieproblemen und unser Tiflis-Begleiter ließen sich fahren.
Unterwegs war einzig und allein richtig imposant, daß wir Bärenspuren auf unserem Pfad entdeckten. Schien es die hier also wirklich zu geben.
Als wir zum Lager kamen standen bereits wieder unsere Zelte. Es war heiß. Es gab unser Mittagessen im Schatten und danach fanden wir uns unter anderen Bäumen ein, um georgische Musik auf Panduri und Flöten von Sasa, dem einen Fahrer zu hören. Der war richtig gut, hatte eine irre Stimme und spielte dann auch ein georgisches Lied, zu dem wir den Refrain alle mitsingen sollten. Es war einfach nur toll. Auch Sonja spielte etwas auf ihrer Ukulele.

Im Anschluß daran verabschiedete sich unser Tiflis-Begleiter, dem es sichtlich nicht gut ging, und wir gingen noch zum Fluß hinunter zum Baden und Wäsche waschen – ein sehr entspannter Nachmittag also.
Nach dem Abendessen gab’s nochmal Musik von dem Fahrer und einen georgischen Kreis-Tanz. Früh ging’s wieder ins Bett.


10.08.2022

Heute wieder alle zusammen wandern. Frühstück gab’s um 8 Uhr, um 9 wurden wir mit den Geländebussen eine halbe Stunde ca. zum Startpunkt der Wanderung gebracht. Hatte der Morgen noch recht gut vom Wetter her ausgesehen, so zog sich während der Tour wieder alles zu und es wurde je höher wir kamen immer kälter. Zu sehen war auch nicht mehr viel auf 3048m am Kistanistavi. Dennoch gingen wir drüber, machten irgendwo unser Picknick und wurden dann wieder von den Bussen zum Camp gebracht. 11,6km waren es zu Fuß gewesen mit 1130hm hoch und 520 runter. Dort machten wir wieder Musik. Sonja lernte das Lied von Sasa, zu dem wir alle den Refrain gesungen hatten. Nun lernten wir auch die Strophen zu singen, und wir verabschiedeten unseren Bergführer damit. Morgen sollte wieder ein Neuer kommen.

Der Abend war für mich nicht lang, auch wenn die anderen noch etwas zusammen saßen. Bei mir fiel so langsam alle Anspannung ab, und ich wollte nur noch allein sein.


11.08.2022

Ich war sehr früh wach ohne Wecker und stand auf, um im Fluß baden zu gehen. Ich genoß die Ruhe. Alles schlief noch, nur einer der Mannschaft stand mit der Panduri am Fluß und spielte leise. Das war ein Bild… So langsam konnte ich abschalten und mich frei fühlen – einfach mal fernab jeglicher Zwänge und Aufgaben – unerreichbar sein. Es gab einfach nichts mehr als Natur um mich rum. Keine Zivilisation, kein Netz, völlig out of order. Ich saß da, guckte und schrieb meine Gedanken auf bis der Rest der Gruppe langsam aus den Zelten kroch.
Soso, unser neuer Guide wurde gebracht, und zusammen fuhren wir nach dem Frühstück nach Shatili und weiter zu einem Dorf, wo wir uns von den Fahrern verabschiedeten. Ab dem nächsten Camp sollte es dann nur noch mit Pferden weitergehen. Wir besichtigten eine Festung, die gerade restauriert wurde, bekamen etwas zu essen und wanderten dann ca. 6km zum nächsten Lager am Fluß entlang, wo ich etwas Wäsche wusch. Alles war frei. Wir bekamen Karten gezeigt, wo wir waren, wo wir hinlaufen würden.., machten Musik und später gab’s ein Lagerfeuer, Bier und Chacha – einfach mal genießen, die Freiheit und Unerreichbarkeit mitten im Großen Kaukasus.


12.08.2022

Am frühen Morgen stießen unsere Pferde zu uns, die die letzten Tage nun unser Gepäck tragen sollten. Hier gab es keine Straßen mehr. Wir wanderten nur noch, es war sonnig und wurde sehr schnell sehr warm. Anfangs hatten wir 3 abenteuerliche Brücken zu überqueren, und die 4. Brücke, die laut Guide vor paar Tagen noch da war, war verschwunden, so daß wir auch einmal durch den Fluß mußten bis zu den Oberschenkeln im Wasser. Nach ca. einer Stunde begann ein Steilanstieg in der prallen Sonne durch Wiesen, ein reines Blütenmeer. Oben gelangten wir an eine russische Paßkontrolle, wo wir alle registriert werden mußten. Das dauerte etwas, und so nutzen wir die Zeit für unser Mittagspicknick. Wir liefen zwar nicht durch Rußland, aber es wäre hier möglich gewesen, über die Grenze zu gelangen – deshalb die Kontrolle. Weiter ging’s dann über Wiesenhänge und immer noch weiter hinauf bis auf knapp 3000m. Unser Camp lag direkt unterhalb des Atsunta Passes, über den wir morgen gehen sollten. Heute waren es 11km bei 1260m hoch und 100 runter.

Hier war das Klima ganz schön rau, dennoch saßen wir in der Sonne, machten Musik und hatten letztlich sogar noch einen Blick auf den Kasbek ganz aus der Ferne. Die Nacht wurde klar, stürmisch und kalt.


13.08.2022

Auch früh wehte es noch ganz schön, als wir aus den Zelten krochen. Zum Glück erfolgte zunächst der Anstieg zum Paß hoch, bei dem es warm wurde. 3520m war er hoch und stellte den höchsten Punkt unserer Reise dar. Es windete noch ordentlich, aber die Sonne und die atemberaubende Sicht machte alles wieder gut.

Ab hier ging es quasi nur noch bergab wieder. Es war ein Tag zum Genießen, und bei einer Flußquerung konnte ich endlich mal meine Haare waschen, indem ich den Kopf einfach in die Strömung hielt. Die anderen Flüsse, in denen wir uns bislang gesäubert hatten waren allesamt milchig grau vom mitgespülten Gestein gewesen, aber hier war es klares Wasser. Das tat richtig gut.
Unser Camp, zu dem wir heute nach 11,6km, 660hm hoch und 1170m runter kamen, war ein offizielles Camp mit kleinem Kiosk und einer Käserei. Hierher wurden abends täglich die Kühe eingetrieben und dort gemolken. Wir konnten uns wieder im Fluß waschen und genossen dann ein kaltes Bier in der Sonne sitzend. Was ein Glück fernab der Zivilisation. Soso gesellte sich zu uns und erzählte über Georgien. Wieder machten wir später noch Musik.


14.08.2022

Erstmals war es früh auch schon richtig warm. Wir frühstückten draußen in der Sonne, bevor wir 15km am Fluß entlang aus dem Tal heraus laufen sollten 380m hoch und 720m runter.

Ziel war das Bergdorf Girevi, das nur im Sommer bewohnt war, in dem heute ein Fest gegeben wurde, zu dem wir eingeladen waren. Es war für uns etwas skurril. Die Frauen saßen mehr oder weniger auf dem Boden, die Männer auf Bierbänken. Es gab Essen und Trinken zu Hauf. Ziemlich viel Trubel, aus dem ich mich bald abseilte zusammen mit einer anderen Teilnehmerin. Wir gingen wieder baden im Bach und genossen die Ruhe. Irgendwann kamen dann die meisten anderen auch zum Lager, nur 3 Männer von uns hatten sich auf dem Fest festgesessen und stießen erst im Dunkeln dann zu uns – sichtlich angeheitert.


15.08.2022

Auch heute wieder Frühstück im Freien, und dann starteten wir zu unserer längsten Etappe der Reise. Gut 18km hatten wir vor uns, ca. 600hm hoch und 800 runter. Es war sonnig und heiß.

Kurz vor dem letzten Abstieg kehrten wir zusammen ein, tranken ein Bier, und liefen dann zum Camp, wo wir noch im Fluß baden konnten. Es wurde Holz gesammelt für ein letztes Feuer, um das wir nach dem Essen rumsaßen. Aber der Abend wurde nicht lang. Waren doch einigermaßen müde alle. Alle Sachen waren umgepackt für die Fahrt morgen zurück in die Zivilisation.


16.08.2022

Beim Aufstehen war wieder alles sehr feucht geworden, aber es sollte jetzt nur noch zurück gehen. Während wir frühstückten kamen unsere Autos, die uns während ca. 4,5h über einen weiteren 3000m Paß und irre schlechte Straßen zurück bringen sollten. Die Fahrt wurde ein halsbrecherisches Abenteuer, wenn auch die Fahrer schon wußten, was sie tun.

Ziel war Telawi, wo wir auch eine letzte neue Reisebegleiterin bekamen. Soso verabschiedete sich von uns. Die Neue war ziemlich übermotiviert und machte anfangs den Eindruck, als war sie überhaupt nicht informiert, was wir für eine Reise hinter uns hatten. Das machte es nicht gerade einfach. Wir waren einfach etwas geschafft und wollten noch etwas das Vergangene revue passieren lassen. So saßen wir dann in unserer Unterkunft auf der Terrasse oben, tranken ein im Supermarkt besorgtes Bier und blickten auf die Silhouette des Großen Kaukasus zurück.

Es gab hier dann nochmal viel zu viel zu essen und wir ließen den Abend ausklingen.


17.08.2022

Nach dem Frühstück ging es per Bus noch nach Telawi rein zur kurzen Stadtbesichtigung und auf den Bauernmarkt, danach Rückfahrt nach Tiflis, Mittagessen in einem Lokal und dann Freizeit. Wir streiften noch etwas durch die Stadt in kleineren Grüppchen. Abends aßen wir noch gemeinsam, von wo ich mich als erste recht früh verabschiedete, da ich nachts um 2 schon als einzige zum Flughafen abgeholt werden sollte. Die anderen waren erst morgens um halb 8 dran. Der Abschied von der Gruppe war sehr herzlich, aber jetzt wurde es Zeit für mich. Ich wollte wieder heim – im Koffer eine wunderschöne Tour mit tollen Erlebnissen. Georgien, ein interessantes Land, das sich lohnt, gesehen zu haben, aber nochmal hierher kommen – das kann ich mir nicht recht vorstellen.

Ein Kommentar zu „Trekking durch den Kaukasus in Georgien mit Atsunta-Pass-Überschreitung (3520 m) 05.-18.08.2022

  1. Liebe Susann ,du hast einen tollen Blog geschrieben. Beim Lesen ,konnte ich die ganze Georgien Reise noch einmal erleben. Vielen Dank Lg Regine

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