Ein weiterer Wandermarathon stand auf dem Programm, den ich diesmal für den DAV Bayreuth organisierte, auch wenn er leider nicht ausgeschrieben worden war. Ich hatte die Strecke vom Frankenwaldwandermarathon von 2016 rausgesucht dafür. In Summe war dies mein 3. Wandermarathon in diesem Jahr, mein 8. insgesamt und zähle ich die beiden 50er dazu, die ich ebenso in diesem Jahr gegangen war, dann bin ich hiermit bei Nummer 10 angekommen seit 2021.
Das Wetter an diesem Tag war etwas fragwürdig – naß würden wir wohl werden. Aufgrund dessen, daß wir rund um Kulmbach liefen, war aber theoretisch immer die Möglichkeit gegeben, abzubrechen und direkt zum Auto zurückzulaufen, so daß ich kein Problem sah, die Tour starten zu lassen.
Wir trafen uns vor Sonnenaufgang am Schwedensteg um kurz vor 7, um dort pünktlich loszulaufen, bereits zu Beginn im leichten Niesel. Kurz vor dem ersten Aufstieg war’s aber wieder trocken und wir zogen die Regenklamotten aus, um nicht zu sehr ins Schwitzen zu kommen. Aufstieg in Kauernburg in Richtung Kulmbacher Trimm-Dich-Pfad, dann schön durch den Wald. Die ganze Tour sollte immer wieder den Hans-Edelmann-Ringweg entlang gehen, der allerdings nur 32km hat. Die Blicke zur Plassenburg von der Nordseite her ließen zu wünschen übrig, da dichte Wolken unterwegs waren.




Dann runter nach Ziegelhütten / Metzdorf und wieder hoch, an der Schwedenschanze vorbei, hinauf zum Patersbergturm. Danach ging’s bergab über Wernstein, Seidenhof zur Kieswäsch, Mainzusammenfluß, nach Melkendorf und Oberkodach in Richtung Wickenreuth. Hier fing’s nun wieder an zu regnen und das recht kräftig mit Wind von vorne, so daß das Wasser recht bald von oben in die Schuhe lief. Immerhin hatten wir nun schon knapp 30km geschafft und auch den Großteil der Höhenmeter.












Wir liefen dann weiter über Forstlahm in den Kessel und hinauf zum Rehbergturm, den niemand mehr mit mir besteigen wollte. Ich tat’s dennoch und ließ mich oben überzeugen, daß nicht mal die Plassenburg sichtbar war. Im Anschluß über Tennach, Maierhof zur Plassenburg vor, recht eben, aber weiterhin im Regen, der kurzfristig immer stärker auch wurde. Durch den Wald waren wir großteils etwas geschützt, was aber nicht davon abgehalten hat, daß wir alle komplett durchweicht und auch verfroren angekommen sind am Auto. Die beste Regenklamotte hilft einfach irgendwann nicht mehr.




So entschieden wir uns auch, einfach heimzufahren, anstatt noch kurz irgendwo einzukehren. Jeder wollte nur noch unter die heiße Dusche oder in die Wanne. Am Ende hatten wir 44km auf der Uhr und rund 1000hm in Auf- und Abstieg, was auch nicht alltäglich ist.
Allen Teilnehmern den größten Respekt und vielen lieben Dank an die wunderschöne Wanderung, die Ihr mit mir gemacht habt – es hat jedem getaugt und auch auf Nachfrage wollte nie jemand abbrechen.
