Wandern 3F Special – Zillertaler Alpen Friesenberghaus + Petersköpfl (2679m) 10.-11.07.2022

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3,5 Jahre nach Gründung meiner Wandergruppe Wandern 3F nun schon starteten wir zur insgesamt 40. Tour, dem 16. Special, der diesjährigen Einsteigertour ins Zillertal. Früh um 4 Uhr ging’s hier los.
Leider mußten kurzfristig 3 „alte 3F-Hasen“ absagen, aber der Freude auf den Berg und die tollen Tage sollte das dennoch keinen Abbruch tun. So ging es mit zwei Autos in Richtung Süden, zwei Weitere sollten wir am Startpunkt Breitlahner unterhalb des Schlegeisstausees treffen – in Summe also 12 Leute, darunter auch wieder ein paar echte Bergfrischlinge am Start neben eingefleischten Tourengängern.
Die Strecke sollte uns zum Friesenberghaus führen und am Nachmittag noch über’s Petersköpfl. Am nächsten Tag war dann Querung hinüber zur Olperer Hütte geplant und entweder direkt oder mit noch einem Bogen wieder runter zum Speicher.


10.07.2022

Wir trafen uns ca. um 9 Uhr am Breitlahner bei Nieselregen, somit wurden gleich mal Regenjacken rausgekramt und die Rucksäcke verhüllt. Mit dem Bus ging’s dann hinauf zum Schlegeis auf 1790m, von wo aus unsere Tour nun richtig losgehen konnte. Noch immer im Nieselregen ging es dezent bergan auf gleich richtig schönen Pfaden und kleinen Steigen, immer wieder über kleine Bächlein, die von oben herabrauschten.
Als wir langsam aus dem Wald herauskamen war zwar nach unten stets nicht viel zu sehen, aber die feuchte Luft zwischen den Bergen ließ die Landschaft einfach mystisch aussehen. Der Regen hatte aufgehört.
Nach ca. 2,5h erreichten wir die Hütte, checkten dort erstmal ein, bezogen Lager und machten gemütlich etwas Pause. Die Gipfeltour am Nachmittag war mit ca. 2 Stunden angegeben. Auch wenn wir erst gegen 14 Uhr loskommen würden sollte genug Zeit bleiben, und draußen sah es wirklich nicht sooo einladend aus.

Dennoch ließen wir uns nicht abhalten – schließlich waren wir zum Wandern am Berg und nicht zum auf der Hütte hocken.
Um ca. halb 2 standen wir nun zu neunt erneut zum Losgehen parat. Der Wind pfiff ein bißchen, aber die bevorstehende Steigung würde es uns schnell wieder warm werden lassen. Bis hoch zum Petersköpfl waren es ca. 200hm, die schnell überwunden waren, und eine kleine Kraxeleinheit kurz vor dem Gipfel ließ noch etwas Extraspaß aufkommen. Der Gipfel, fast schon eine riesen Hochebene, ist übersäht von Steinmandln – da muß man echt aufpassen, keines umzurennen – sehr skurrile Landschaft, von wo aus man eigentlich Blick zum Stausee haben würde, der uns leider verwehrt blieb.

Auf einer Runde mit lustigen Platten und Blockwerk ging es im Anschluß ein Stück den Höhenweg entlang bevor wir die Höhenmeter zurück nach unten stiegen und um ca. 17 Uhr auf der Hütte ankamen. Hier war Frischmachen angesagt, alles bereitmachen noch für’s Nachtlager und dann gab’s Hüttenessen à la carte, was wir Mittags schon bestellt hatten, bevor es zum lustigen Teil des Abends überging, an dem wir mit drei Jungs aus Leipzig Männlein gegen Weiblein Tabu spielten und zur Hüttenruhe um 10 wirklich abbrechen mußten.


11.07.2022

Frühstücken wollten wir um 7 Uhr. Als ich gegen 6.30 Uhr aufstand und erstmal nach draußen ging, kam so langsam die Sonne hinterm Berg hervor. Die Wolken lagen unter uns. Zwar war vom Speicher noch lange nichts zu sehen, aber die Aussicht machte Hoffnung auf einen tollen Bergtag.

Gegen 8 Uhr standen wir wieder alle zusammen vor der Tür inkl. gepackter Rucksäcke und liefen nach obligatorischem Gruppenfoto los – ein kleines Stückchen runter zum Friesenbergsee und im Gegenanstieg dann wieder auf Höhe des Weges hinauf – hier also jetzt ein Teilabschnitt auf dem Berliner Höhenweg zur Olperer Hütte. Leider waren wir bei der Hängebrücke gerade mal wieder komplett in den Nebel eingetaucht, ansonsten sonnige Bilder und traumhaftes Panorama um uns herum.

Während wir an der Olperer Hütte Pause machten, ließ sich dann auch endlich mal der Stausee unten blicken und hier wie auch überall während der ganzen Tour wurden natürlich pausenlos Bilder gemacht.

Da wir gut in der Zeit lagen und auch alles soweit fit war, entschieden wir uns für die größere Runde nach unten, was auf jeden Fall die bessere Entscheidung gewesen ist. Zum einen sollte der Abstieg nicht so steil sein, zum anderen konnten wir so noch etwas länger, die wunderschöne Bergwelt oberhalb der Baumgrenze genießen.

Wieder am Speicher kam auch gleich der Bus, der uns zurück zum Auto brachte. Dort gab’s ein wirklich kühles isotonisches Getränk aus Christians Wunderbox, und damit verabschiedeten wir uns auch schon, um uns nach ca. 3,5h Fahrt noch in Pegnitz zum Essen zu treffen, wo die Tour nun endgültig zu Ende war.
Es war einfach wieder eine tolle harmonisch lustige Gemeinschaftstour gewesen – Veranstaltungen, die ich nicht mehr missen möchte und die ganz lange noch nachwirken.
Vielen Dank Euch allen für die Teilnahme und dafür wie sich jeder einzelne eingebracht hat – Ihr seid ne tolle Truppe!

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