Zu Beginn des Jahres gründete ich eine Wandergruppe, die sich da nennt „Wandern 3F – Fränkische Schweiz, Frankenwald, Fichtelgebirge“. In regelmäßigen Abständen von 4-6 Wochen organisierte ich Touren zwischen 14 und 20km jeweils Sonntags in abwechselnd den 3 Naturparks meiner Heimat.
Der Zuspruch war recht enorm, zwischen 7 und 12 Leuten wanderten da jeweils bei den bisherigen 7 Strecken bei bester Laune und kehrten danach wohlverdient irgendwo ein. Insgesamt zähle ich momentan 28 Personen, die bereits bei meinen Wanderungen teilgenommen haben.
Das erste Wandern 3F Special fand im Juni statt – die Tour Neideck 1000 oder auch der Wiesenttaltrail genannt. Ich organisierte das als Einstieg und Vorbereitung für die Bergsaison 2019 auch für mich. Der Weg erstreckt sich über 23km und 1000hm rauf unter runter.
Irgendwann später wurde ich von zwei Leuten angesprochen, ob ich nicht mal eine Bergtour in den Alpen für die Gruppe organisieren kann – so eine Einsteigertour mit einer Hüttenübernachtung, und so ergab es sich dann… Es meldeten sich sage und schreibe 13 Leute bei mir an, und so kam es wirklich, daß wir im Oktober mit 3 Autos nach Innsbruck fuhren, um uns dort am Parkplatz der Hungerburg startklar zu machen.
Die Gruppe bestand aus 4 blutigen Anfängern, einigen, die schon ein paarmal in den Bergen waren, aber noch nie mit Hüttenübernachtung bis hin zu den Vollprofis, was das alles angeht – ein lustiger Haufen zwischen 22 und 70 (!) Jahren.
Das Wetter war perfekt sonnig und warm. Wir stiegen durch den Wald erst sehr gemäßigt bergan bis zwei Steilanstiege kamen und sich die Gruppe dort sehr zerriß wie erwartet. Ich blieb hinten dabei und entschied mich dann sogar einer noch den Rucksack abzunehmen, um noch einigermaßen anzukommen. Einem anderen gab ich meine Stöcke, die ich hier sowieso nicht verwendet hätte. Die 200hm steil bergan mit zwei Rucksäcken, die unbequem zu tragen waren, waren auch für mich kein Zuckerschlecken, aber es ging und nach sehr langer Gehzeit kamen wir auf der Achselbodenhütte an. Die Hütte ist nicht bewirtschaftet, aber liegt wunderbar in einer Lichtung auf der Südseite des Hanges – ein wunderschöner Platz zum Picknick machen. Hier aßen wir etwas und verschnauften und teilten uns dann in zwei Gruppen. Das Brandjochkreuz, das für die Stärkeren als Option angedacht war, war nicht mehr zu machen aus zeitlichen Gründen, aber wir konnten den Höhenweg rüber zur Höttinger Alm noch eine Etage höher begehen zu fünft, während der Rest unten entlang ging.
Ein wunderschöner lustiger gemütlicher Hüttenabend sollte es werden, und die Übernachtung in zwei 8er Zimmern verlief reibungslos.





Am nächsten Morgen gab es das gewohnte Hüttenfrühstück und dann sammelten wir uns vor der Hütte – alle wohlauf und bei bester Laune.
Die Tour begann mit einem Steilanstieg, auf dem ca. 400hm am Stück zu überwinden waren. Um die Rucksackgeschichte vom Vortag nicht wiederholen zu müssen, ließ ich die Gruppe vorausgehen, die bald weit vor uns war, und bremste das Tempo der beiden, die sich am härtesten taten, extrem ab. Der Plan ging auf. Wir kamen alle am Kreuzungspunkt vom oberen Höhenweg an, machten dort Pause und gingen dann das Stück zur Seegrube. Hier wurde erneut aufgeteilt, diesmal sogar in 3 Gruppen. Zu 6. liefen wir schräg zum Goetheweg und über diesen zur Hafelekarspitze hoch, 4 weitere fuhren zum Hafelekar mit der Bahn, um von dort auf den Gipfel zu gehen, der Rest wartete an der Seilbahnstation. Anschließend fuhren wir ab zurück zur Hungerburg, fuhren heimwärts noch über Denkendorf, wo wir gemeinsam aßen, und ein lustiges Abschlußbeisammensein hatten, und dann ging’s heim.
Die Resonanz: Es sind alle beim nächsten Mal gerne wieder dabei.












