Wandern 3F Special – Mieminger Alpen Coburger Hütte + 2 Gipfel (bis 2403m) 04.-05.07.2021

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Etwa 2,5 Jahre existiert meine Wandergruppe Wandern 3F nun schon und bei der 26. Tour insgesamt und dem 10. Special (es waren rund 450 zu erreichende Kilometer und in Summe und 275 Teilnahmen, d.h. 10,5 Teilnehmer pro Tour im Schnitt) ging es diesmal in die Mieminger Alpen auf die Coburger Hütte zur Besteigung des Drachenkopfes und des Hinteren Tajakopfes. Sage und schreibe 18 Personen waren wir diesmal und die Nervosität im Vorfeld bei mir war groß – ganz schön viel Orga, ganz schön viel Verantwortung auch… Alter lag zwischen Anfang 20 und Anfang 60, also wieder bunt gemischt, was mich immer ganz besonders freut!


04.07.2021

Wir trafen uns zwischen halb 9 und 9 am Parkplatz der Ehrwalder Almbahn in Ehrwald, um mit dieser Bahn zur Ehrwalder Alm hochzufahren und dort zu starten. Ein paar Wolken waren am Himmel zu sehen, gegen Nachmittag waren auch Gewitter gemeldet, aber erstmal sah es nicht danach aus, auch nicht nach Regen, und mit allseits guter Laune und Vorfreude startete mein riesiger Haufen.

Zunächst ging es durch Wälder, aber gleich bergan, urige Wege mit toller Vegetation aufgrund des vielen Regens im Vorfeld bis wir irgendwann den Seebensee erreichten, tolles, klares, blaugrünes Berggewässer, an dem der ein oder andere gerne baden gegangen wäre, aber das war im Zeitplan nicht zu machen, wenn wir noch den heutigen Gipfel besteigen wollten, den Drachenkopf. Der Himmel zog etwas zu, aber es war noch machbar in meinen Augen, und so drängte ich ein bißchen zum Weiterlaufen. Der Steilanstieg zur Coburger Hütte begann direkt hinter dem See, und das erste Etappenziel, die Hütte, erreichten wir nach grad mal 2 Stunden ca. Wir waren wieder gut unterwegs, was ich bei dieser Gruppengröße so nicht erwartet hatte. Auf den letzten Metern dorthin begann es leicht zu regnen.

An der Hütte angekommen konnten wir gleich einchecken und der Empfang war sehr nett – tolles Hüttenteam auf jeden Fall. Wir konnten gleich in unsere Zimmer – ein 7er und ein 11er Zimmer, dann noch ein bißchen Pause, insgesamt ne Stunde, und der Hüttenwirt meinte, erst am Abend würde es weiter regnen. Es hatte auch dann wirklich aufgehört, auch wenn der Himmel dicht mit Wolken war, was aber nicht gefährlich aussah.
Wir liefen zu 16. zusammen nun los in Richtung Gipfel mit leichtem Gepäck. Zwei Stunden sollte der Aufstieg dauern laut Wegweiser. Der Weg zog sich erst nur leicht ansteigend um den halben Berg außenrum bis er langsam immer steiniger und steiler wurde. Hatte ich vorher in einem Bericht gelesen, daß hier schlecht markiert wäre, so war das wohl irgendwann mal so gewesen. Frische rote Punkte zu Hauf gaben die Strecke vor. 3 von uns verabschiedeten sich schon recht weit unten, um wieder zurück zur Hütte zu gehen. Es ging über ein Schneefeld, was aber leicht zu machen war, und dann kamen einige Kraxelstellen. An der Scharte angekommen konnte man das etwas lose Gestein der leichten Kletterei zum Gipfel hoch sehen, und hier drehten nun nochmal 7 von uns um. Wir letzten 6 Mohikaner stiegen bis oben zum Kreuz des Drachenkopfes (2303m) und das machte nun richtig Spaß. Der Stein wie gesagt etwas bröselig, aber gut griffig, teilweise sogar scharfkantig, so daß auch die nasse Oberfläche keine Probleme machte. Als wir am Gipfel standen riß sogar der Himmel kurz auf, so daß wir Blick zum Seebensee hatten, nicht aber zum Drachensee, den man von hier aus sonst auch sehen können müßte. Hier gab es nun einen Schluck Gipfelschnaps und das Gruppenfoto mit dem Kreuz bevor wir uns auf den Rückweg machten. Sehr bald fing es nun an zu regnen, was unseren Abstieg beschleunigte und uns tropfnaß wieder auf der Hütte ankommen ließ – toll war’s gewesen!

Jetzt das übliche Hüttenszenario, alles zum Trocknen aufhängen, duschen oder waschen, in trockene Klamotten schlüpfen und dann auf das erste kühle Helle in den Gastraum. Der Abend war sehr lustig mit leckerem Essen à la carte, Karten- und Würfelspielen, viel quatschen und lachen und einer Runde Schnaps vom kürzlichen Geburtstagskind, dem wir auch ein Ständchen sangen.
Hüttenruhe wie üblich um 10 Uhr, und ich muß sagen, die Nacht war zwar schon mit paar Schnarchern immer mal wieder aufwachen verbunden, aber ich habe in den Bergen schon schlechter geschlafen.


05.07.2021

Ab 7.30 Uhr gab es Frühstück. Eigentlich viel zu früh, eine Stunde vorher, standen wir fast alle schon auf. Es hatte die ganze Nacht durch geregnet, aber jetzt war blauer Himmel und Sonnenschein angesagt. Die nassen Sachen waren weitestgehend trocken und das übliche Geräume und Gepacke ging los. Auch hierbei schon wieder Spaß und gute Laune überall. Das Frühstück war übliches Hüttenfrühstück, aber das Müsli muß recht gut gewesen sein, und um kurz nach 8 trafen wir uns alle draußen zum Start. 8.20 Uhr ging’s los.
Wie gesagt Sonnenschein, blauer Himmel mit wenigen Wolken, aber wohl um die 7 Grad laut Thermometer und echt eisiger Wind.Viele kramten gleich Mütze oder Stirnband raus und zogen sich Handschuhe an. Von der Hütte ging’s hinunter zum Drachensee und am gegenüberliegenden Hang wieder hinauf durch eine richtig tolle Berglandschaft, rückwärts immer wieder toller Ausblick auf unseren gestrigen Gipfel, die Hütte und den See darunter mit dem blauen Wasser, was in der Sonne einfach phantastisch aussah.

Am Abzweig zum Tajakopf ließen wir unsere Rucksäcke liegen und stiegen zu 11. in Richtung Gipfel los. Die anderen warteten dort. Hübsche Kraxelei über wieder griffiges Gestein – wir benötigten ca. eine dreiviertel Stunde bis zum zweiten Kreuz. Diesmal tolle Weitsicht und Blick auch zur Zugspitze. Fotos ringsum und von uns allen und dann wieder hinunter zum Rest der Gruppe, um dort kurz Pause zu machen. Wir bewegten uns wieder in der angegebenen Zeit.

Ein paar gingen schon wieder zur und über die nächste Scharte, und ich war schon gespannt, wo wir sie wieder einholen würden. Als wir kurz drauf über die Scharte kamen standen aber alle kurz dahinter und warteten auf mich. Vor uns lag ein nicht unbeachtliches Schneefeld, dem wohl keiner so recht traute, weil an einer Stelle auch ein riesen Loch zwischen Fels und Schnee war. Mir erschien das Ganze aber ungefährlich, und ich testete an. So steil war es nicht, und der Schnee war sehr weich, also Hacken rein und runter mit allen. Hat wohl auch dem ein oder anderen richtig Spaß gemacht! Die Landschaft war hier auf dieser Seite wieder eine ganz andere als drüben bei der Coburger Hütte, aber auch wunderschön, der helle Stein, das satte grün, ein paar kleine blaue Pfützen (Seen wäre wohl übertrieben), und einfach Berge ringsrum. Dennoch war’s der Abstieg schon von dieser tollen Tour, und es ging mal flacher, mal steiler der Bergstation der Seilbahn entgegen. Wir entschieden uns für eine etwas kleinere Runde nach unten als ursprünglich angedacht war, da ja auch noch ca. 4 Stunden Autofahrt vor uns lagen, aber es war nochmal lustiges Geplauder und Gedankenaustausch beim Laufen zu beobachten, und zwar jeder mit jedem mal, keine Abkapselungen oder Grüppchenbildung – immer wieder schön zu sehen! So langsam löste sich jetzt meine Anspannung auch.

Beim Auto verabschiedeten wir uns von 3 Teilnehmern, der Rest verabredete sich in Denkendorf zur Einkehr dort, wo wir schon vor 2 Jahren so nett zusammengesessen hatten, und es war wieder eine richtig schöne Runde zum Abschluß nochmal mit vielen lachenden Gesichtern und sehr guter Stimmung insgesamt.

Was ein Erlebnis – im Nachhinein betrachtet. Ich merke das jetzt erst so richtig beim Ansehen der Bilder. Es war toll, ich war und bin mächtig stolz auf diese Gruppe und diesen Zusammenhalt, aber ich glaube 18 Personen waren ein bißchen viel für mich. Meine Nervosität im Vorfeld enorm, die Anspannung während der ganzen Tour nicht ohne und die Organisation noch mehr als sonst. Die Berge habe ich für mich nicht richtig wahrnehmen können irgendwie. Ich denke darüber nach, die Gruppengröße für’s nächste Jahr irgendwie zu beschränken, auch wenn das alles noch weit weg ist und in den Sternen steht.

4 Tage Rheinland, Saarland, Luxemburg – 4 Übernachtungen im Caddy – gesamt 100km zu Fuß 09.-13.06.2021

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Urlaub Anfang Juni 2021, in dem dringend was passieren mußte nach der langen Winterpause und dem irre schlechten Wetter bis in den Mai… Den ursprünglichsten Plan, eine große Radtour zu starten, strich ich sehr schnell aus meinem Kopf. Ich hatte hierfür einfach kein Training, dazu waren die Möglichkeiten zwecks Übernachtungen sehr lange unklar. Caddycamping sollte es werden, wenn möglich in den Bergen, um dort die ersten Touren des Jahres zu machen, aber, auch hier ein Haken: Das Wetter war dort fast durchgehend unbeständig gemeldet mit vielen Gewittern, was in den Bergen gefährlich werden kann. Was tun? Ich wollte doch endlich Sommer haben, und so ging ich rein ganz spontan nach der Wetterkarte. Am Montag legte ich die Richtung fest und plante ein paar Touren, am Mittwoch wollte ich starten, um Donnerstag bis Sonntag im Rheinland, Saarland und in Luxemburg zu wandern – jeden Tag schön woanders. Dienstag erledigte ich alles zu Hause, so mußte ich Mittwoch nur noch das Auto bepacken und dann los.


09.06.2021

Als ich sehr früh bei Dauerregen erwachte, sprang ich sofort aus dem Bett und beeilte mich nochmal mehr mit packen, um schnell hier wegzukommen. Sturzbäche auf den Straßen, als ich hier gegen 10 Uhr losfuhr der Sonne entgegen. Ab Bamberg war es trocken, kurz hinter Frankfurt noch ein Gewitter und dann Sonne pur bei 28 Grad, als ich am Rhein ankam. Zunächst fuhr ich den Parkplatz der Burg Sooneck an und fand dort einen wunderschönen Platz zum Übernachten hoch über dem Rhein mit Blick auf den selbigen. 14 Uhr, ich hatte noch massig Zeit. Zunächst fuhr ich noch kurz einen Supermarkt an und dann nach Bacharach. Hier stellte ich das Auto ab und lief auf die Burg Stahleck hoch, fand dort glatt einen süßen Miniklettersteig und ging an der Stadtmauer wieder runter und ein bißchen am Rheinufer entlang. Weil ich von der Fahrt etwas geschafft war fuhr ich dann zu meinem Stellplatz und wollte mir eigentlich eine Kleinigkeit zu Essen machen. Als ich um 17 Uhr ankam, waren dort zwei Herren mit Motorsense und Motorsäge zugange – weniger schön, um gemütlich in der Sonne zu sitzen. Also zog ich meine Wanderschuhe an, lief mal zur Burg, in die man aber nicht reinkam, und dann einfach ein Stück den Berg hoch, wo ich mir ein sonniges Plätzchen suchte, um dort gemütlich ein Bier zu trinken. Mein Plan ging auf, als ich wieder am Parkplatz war, war Ruhe, und es sollten den ganzen Abend nur noch 2 Autos kommen, die einen kurzen Spaziergang machten und wieder fuhren. Schöne Stimmung hier, und der Lärm aus dem Tal ließ nach. Daß direkt nebenan ein Steinbruch war, von woher der Lärm wohl gekommen war, entdeckte ich erst am nächsten Tag.


10.06.2021

Um 6 klingelte der Wecker, übliches Szenario mit einer Tasse Kaffee und kurz vor 7 ging’s dann los gleich mal schön bergauf. Die Sonne kam, die Wärme auch und am Franzosenkopf war ich schon zum ersten Mal durchgeschwitzt, wobei die Fernsicht allerdings etwas zu wünschen übrig ließ, weil es sehr diesig war. Dann weiter zum Salzkopf und auf den tollen hölzernen Turm hinauf. Der Weg meistens im Wald auf und ab, schließlich an der Burg Rheinstein vorbei und wieder hinauf, um nach 28km und 1270hm wieder am Auto anzukommen. Hier kurze Planung für die Weiterfahrt ca. 2 Stunden ins Saarland rein in die Nähe von Mettlach an der Saar. Der Waldparkplatz, den ich fand, war zwar direkt an einer Straße, aber trotzdem idyllisch genug für einen Abend, an dem ich wohl nicht ewig auf sein würde. Im Supermarkt hatte ich mir noch Salat gekauft, den ich mir schmecken ließ, auch wenn nie viel Hunger abends.


11.06.2021

Wieder Start um 7 Uhr, diesmal nicht gleich so steil bergan. Wunderschöne Waldpfade zur kleinen Cloef und immer zwischendrin auch tolle Blicke auf die Saar hinunter, zu der es dann steil bergab ging. Als ich an der Fähre war, mit der ich übersetzen wollte, war es 9 Uhr. Alles sah ziemlich verlassen aus, und das Schild meinte, daß die erste Fähre um 10 Uhr fährt – damit hatte ich nicht kalkuliert. Alternative waren 5km laufen zur nächsten Brücke, aber dann hätte ich die Burg Montclair nicht mitnehmen können, also warten. Als ich um 9.55 Uhr noch immer allein da saß, fragte ich zwei Fußgänger, ob die Fähre denn überhaupt fährt, und tatsächlich kam dann auch schon der Fährmann angefahren. Glück gehabt. Er setzte für mich allein über, ließ mich sogar umsonst fahren, da ich so lange gewartet hatte… Naja, so mitleiderregend habe ich glaube nicht ausgesehen – er war halt einfach nett. Dann hoch zur Burg Montclair, wieder runter nach Mettlach, von dort wieder steil bergauf durch tollte Landschaften. Der Vogelfelsen war nochmal ein schöner Aussichtspunkt, nachdem es wieder ebenso steil runter ging, um danach wieder kräftig anzusteigen. Der Weg bis zum Auto zog sich nun und mir taten heute sehr die Füße weh. 29,5km und 860hm waren genug.
Die Fahrt nach Irrel dauerte eine gute Stunde, und hier parkte ich bei den Wasserfällen, um nochmal die Tour für morgen anzusehen, einen Salat zu essen und ein Bier zu trinken. Gebadet wurde heute im Fluß bei den Wasserfällen – das tat wirklich gut und war wärmer als gedacht. Die Füße sollten sich erholen.


12.06.2021

Um kurz vor 6 weckte mich ein Ankömmling auf dem Parkplatz, also stand ich auch gleich auf. Heute war eine lange Tour nach Luxemburg geplant, die ich unterwegs allerdings noch etwas einkürzte. Es wurden trotzdem 33km und 900hm. Heute war der Weg geprägt von vielen Steinen – Felsen meine ich, ähnlich der sächsischen Schweiz vielleicht. Ja, und dann eben mein erster Aufenthalt in Luxemburg. Das was ich sah war tolle Natur, viel Landwirtschaft und viele Tiere auf den Weiden – hat auf jeden Fall Spaß gemacht. Die Menschenmassen in der Nähe der Teufelsschlucht waren dann etwas nervig, aber so ist das eben an solchen Orten.
Nun ging’s wieder ein Stück zurück Richtung Koblenz nach Bremm an der Mosel. Der Parkplatz, der für den nächsten Tag als Start gedacht war, war nicht geeignet zum Übernachten, aber es gab einen anderen an einem Waldspielplatz nicht weit entfernt. Hier gefiel es mir. Ich hätte sogar eine Feuerstelle gehabt, aber es war windig und kühl, und so saß ich zum Schluß im Caddy mit den Füßen schon im Schlafsack. Zwei weiter Camper hatten sich hierher verirrt, so plauschte man etwas.


13.06.2021

Nach dem Frühstück fuhr ich zu dem Parkplatz, von wo aus es losgehen sollte. Nur eine kleine Tour stand heute noch auf dem Programm. Es ging steil hoch zu einem Gipfelkreuz und dann einen Höhenweg über der Moselschleife entlang. Die Sonne zierte sich anfangs noch etwas, aber die Bilder waren trotzdem toll. Sehr steil war das Ganze hier. Dann wieder steil hinunter und zum Klettersteig. Naja, ein kleines Stück des Weges war seilversichert und mit einer Leiter, aber das war nichtmal das schwierigste Stück. Es ging auf einer Seite einfach immer arg bergab und die Pfade waren sehr schmal. Schwindelfreiheit ist hier definitiv von Nöten und abrutschen sollte man besser auch nicht.


Schon um 10 war ich nach 10km und 520hm zurück am Auto, um die Heimreise anzutreten. Gesamt waren das 100,5km und 3550hm in 4 Tagen – ausreichend Training, um demnächst wieder in die Bergsaison einsteigen zu können!

3 Tage Erzgebirge – 3 Übernachtungen im Caddy – gesamt 86km zu Fuß 02.-05.06.2021

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Urlaub Anfang Juni 2021… geplant war eigentlich eine große Radtour, aber wie es Corona und das Wetter so wollte war ich zum einen untrainiert, zum anderen völlig planlos, was denn überhaupt möglich sein könnte.
Da ich zuletzt nur gewandert bin und Lissy über den Brückentag auch frei hatte, haben wir uns kurzfristig für eine Tour ins Erzgebirge entschieden – bißchen wandern stand auf dem Programm und drei Tage standen zur Verfügung. Ich habe ein bißchen geplant, wir haben ein bißchen gepackt und Mittwoch Abend ging’s dann los nach Hopfgarten bei Wolkenstein im wilden Osten (Sachsen, Nähe Marienberg). Wir fuhren erst gegen 17 Uhr los, um Abends anzukommen, kauften uns noch ein Bier in der Tanke und genossen den Abend an einem „Sportplatz“ in Hopfgarten, um am nächsten Tag von hier aus zu starten. Das Wetter war prima sonnig, aber windig wie die ganze letzte Zeit auch schon, und die Nacht im Caddy war ruhig entspannt.


03.06.2021

Früh um 6 klingelte der Wecker. Wir machten Frühstück und unsere Brotzeit für den Tag unterwegs, packten alles in unsere Rucksäcke und dann ging’s los. Es ging sehr steil hoch und wieder runter, die Wälder waren teils sehr unaufgeräumt, so daß wir viel über Bäume und Zweige klettern mußten, um immer wieder doch an tolle Aussichtspunkte zu kommen, und das Wetter war einfach perfekt zum Wandern, sehr windig aber doch sonnig.
In Wolkenstein waren wir damit beschäftigt, den Einstieg zu den Klettersteigen zu finden, was uns etwas Zeit und Höhenmeter kostete, aber schließlich standen wir unterhalb der Wolfsschlucht an der Wand. Eine B- und eine C-Variante stand zur Auswahl, und wir entschieden uns für B. Es ist ein relativ kurzer Steig, aber er hat uns doch viel Spaß gemacht und etwas Kraft gekostet. Danach ging’s weiter durch Wolkenstein und die Wolkensteiner Schweiz mit ein paar herrlichen Felsen und weiteren Aussichtspunkten meist runter auf die Zschopau.
Nach 22km und 850hm zurück am Auto war’s dann genug für den ersten Tag. Wir fuhren weiter nach Oberwiesenthal, suchten dort zunächst einen Supermarkt, dann ein Plätzchen zum Übernachten, was wir oben am Berg nahe dem Langlauf-Trainingspark fanden. Hier machten wir uns an einem kleinen Bächlein frisch, holten uns noch einen Salat in einer Pizzeria und saßen vorm Auto in der Abendsonne, wo es bald frisch wurde, weil noch immer Wind. Der Abend war kurz, und wir gingen bald in unsere Schlafsäcke.


04.06.2021

Wieder um 6 Uhr hieß es aufstehen. Nachdem es immer noch nicht oder nur mit Test etc. möglich war, in die Tschechei einzureisen, parkten wir nahe der Grenze noch auf deutscher Seite, um nach ca. einem Kilometer zu Fuß „überzutreten“. Diese Tour sollte die schönste der drei werden. Es ging viel durch den Wald, auch lange Zeit durch’s Hochmoor, was das Durchkommen oft etwas erschwerte, aber es waren tolle weiche Wege zu gehen. Viele schöne Holzschnitzereien standen an den Wegen, wir hatten immer wieder tolle Aussicht auf die umliegenden Berge und kamen dann am Fuße des Klínovec (Keilberg) am Parkplatz der Seilbahn zum Gipfel hinauf an. Hier war reges Treiben – viele Camper mit ihren Rädern, die alle nach oben fuhren, um auf den unzähligen Trails downhill zu fahren. Immer wieder kreuzten uns diese Trails beim schweißtreibenden Aufstieg dort hinauf, der teils sehr zugewachsen und schwer zu bezwingen war. Auch am Gipfel war viel los, aber Wanderer trafen wir an diesen drei Tagen insgesamt sehr wenige. Auf der anderen Seite gingen wir wieder runter, hier auf sehr schönen Wegen in Richtung Boží Dar, einer sehr schönen gepflegten Ortschaft, die nach Geld und Tourismus aussieht. Dann zum Auto zurück, es waren an dem Tag letztlich 31km und 840hm, die uns allerdings garnicht so viel ausgemacht haben.
Jetzt fuhren wir nach Oberwiesenthal zurück zu einem kleinen Biergarten, den wir am Tag vorher schon gesehen hatten, um was Kühles zu trinken. Die Wirtin ließ uns diese Nacht hinten bei ihr im Hof campen, so hatten wir öffentliche Toiletten nicht weit entfernt und konnten uns dort auch ordentlich waschen und frisch machen. Der Supermarkt war nicht weit weg, wo wir uns noch etwas Proviant besorgten und loslaufen konnten wir am nächsten Tag auch gleich von dort zu unserer dritten Tour.
Etwas unsicher und besorgt schauten wir die Wetterprognose für den nächsten Tag an. Überall waren immer wieder Gewitter gemeldet, hauptsächlich gegen Nachmittag. Wir würden wohl früh erst nochmal zum Himmel gucken müssen.
Auch der heutige Abend ging nicht allzu lange, und als es etwas zu nieseln anfing und bereits sehr dämmrig war, gingen wir schlafen.


04.06.2021

Der Start in den Tag (wieder um 6) sah besser aus als erwartet. Zwar standen noch immer Gewitter auf dem Programm, aber los wollten wir auf jeden Fall, und der Himmel sah nicht gefährlich aus.
Steil ging es gleich hoch an den Skischanzen vorbei zum Kleinen und Großen Fichtelberg, dem höchsten Punkt in Sachsen mit 1215m. Nach ein paar Fotos und rundrum gucken liefen wir weiter zum Pfahlberg, dem Taufichtig und dem Falschen Taufichtig, an mehreren Blockhütten und dem Elisabethstein vorbei, über lange Hatscher dann zum Amtsfelsen und schließlich zum Eisenberg, von wo aus es wieder steil zum Auto hinab ging. Kurze Zeit gab es in allen möglichen Richtungen mal schwarze Wolken am Himmel, man hörte Donner und wir dachten schon auch, gleich in den Regen zu kommen, aber irgendwer meinte es wohl gut mit uns. Pünktlich mit dem Eintreffen am Auto fielen die ersten Tropfen. 33Km, 970hm in nichtmal 8h Gehzeit.


Auf der Heimfahrt kamen wir teilweise dermaßen in Starkregen, daß nur noch langsam vorankommen war, und in allen Himmelsrichtungen bot sich ein anderes Farbspiel an von schwarzen Wolken über einfach null Sicht mehr durch Regen bis hin zu blauen Flecken am Himmel.

Ganz schöne Leistung in den drei Tagen Mädels 😉 :
– 86km
– 2660hm
– knapp 22h Gehzeit
– ca. 120.000 Schritte

Mein Fazit für diese Region ist allerdings gespalten. Die tschechische Seite würde ich zum Wandern bedingt weiterempfehlen, die Deutsche allerdings nicht, wobei ich hier von der Fränkischen, dem Frankenwald und dem Fichtelgebirge natürlich über die Maßen verwöhnt bin, was tolle Wanderwege angeht – daheim sind diese Art von Wanderungen halt doch am schönsten und die Schweine wolliger!

Frühstartertour Hochgern – Chiemgauer Alpen (1748m) 04.10.2020

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…und zum Saisonabschluß nochmal eine nette Tagestour mit viel Autofahrt, lieben Menschen und einer toller Bergwelt, die ich von dieser Seite noch nicht gekannt habe!!

Rezept:
Wie immer : Man nehme diesmal 10 Leute mit guter Laune und Lust auf Berge, packe sie in mehrere Autos, fahre nach Marquartstein und los geht’s…
Zubereitung:
sehr simpel

Karwendel mit Mittenwalder Höhenweg 11.-13.09.2020

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Einer aus meiner Wandergruppe äußerte irgendwann den Wunsch, auch mal einen Klettersteig probieren zu wollen. Zunächst war ich etwas verwundert, dann erfreut – warum eigentlich nicht mal sowas organisieren… Ich dachte recht schnell dann an den Mittenwalder Höhenweg, den ich mit Antonie schonmal auf die Liste gesetzt und mir genauer angeschaut hatte – ein Steig, ziemlich lang mit A und B Stellen, dazu wunderschöne Ausblicke.
Ich wollte den Weg unbedingt selbst gegangen sein, bevor ich Anfänger da mitnehmen würde, so setzte ich den Plan, das zu probieren, für dieses Wochenende an, fragte auch in der Wandergruppe, ob mich erfahrene Leute zum Testlauf begleiten wollten, aber es paßte so kurzfristig niemandem recht. Was soll’s, dann eben allein.
Das Wetter zeichnete sich zunächst nicht stabil ab für die Tage, so daß ich am Donnerstag für mich beschloß, doch daheimzubleiben. Bei Regen und teilweise Gewitter wollte ich nicht am Grat unterwegs sein. Gut, dann eben hier radfahren und Garten werkeln…


11.09.2020

Als ich am Freitag früh nochmal das Bergwetter schaute, hatte sich das Blatt plötzlich doch gewendet. Samstag etwas bedeckt aber trocken, Sonntag sonnig in der Region um Mittenwald, also auf…
Gleich nach der Arbeit packte ich meinen Camping-Caddy und die Bergsachen. Ich wollte Freitag Abend unten sein, hatte auch schon den Ausgangspunkt gewählt, einen Wanderparkplatz, auf dem ich schonmal im Auto übernachtet hatte. Bevor ich startete suchte ich mir noch eine zweite Tour raus – wenn dann schon das ganze Wochenende mitnehmen und die Berge genießen – auch die war schnell gefunden, denn es gibt dort ja unzählige Möglichkeiten.
Um kurz nach 15 Uhr fuhr ich hier los, Verkehr war etwas zäh, aber es ging. In Garmisch im Supermarkt kaufte ich noch etwas ein und war um kurz vor 8 am Parkplatz. Ich richtete meine Brotzeit für den nächsten Tag und schaute mir dann nochmal Wetter und Karte an. Samstag würde ich also die andere Tour machen und Sonntag den Klettersteig, weil da besseres Wetter weiterhin vorhergesagt war.
In Vorfreude auf zwei tolle Bergtage saß ich im Klappstuhl vor dem Caddy, trank noch ein Bier und legte mich dann irgendwann in den Schlafsack.


12.09.2020

Um kurz nach 6 stand ich auf, aß ein Brot, zog mich an und packte alles gar zusammen. 6.45 Uhr startete ich direkt vom Parkplatz und ging über den Ochsenbodensteig hoch zur Dammkarhütte. Waren unten am Schild 3h 20min angeschrieben?? Ich erreichte die Hütte nach genau 1h 50min. und ließ somit alle Zeitangaben schon hinter mir. In der Nähe der Hütte machte ich 10 Minuten Pause, und dann ging es durch’s Dammkar steil bergauf zur Hütte der Bergwacht, wo der Weg nach links und rechts abzweigt. Das Kar ist unschön zu gehen, aber mir begegneten ein paar Gämsen, die einfach stehenblieben, als ich vorbeilief.

Ich wanderte weiter hoch zum Predigtstuhl und dann die seilversicherten Stellen wieder runter in Richtung Hochlandhütte. Die Steine waren hier naß und rutschig, das alles ist auf der Nordseite, und die Sonne war noch nicht über den Berg drüber – recht abschüssiges Gelände und nicht für jeden zu empfehlen. Nach dem letzten seilversicherten Teil durch eine Rinne wieder über Kargelände und noch etwas durch Gestrüpp und Wald bis zur Hütte.

Hier genehmigte ich mir ein alkoholfreies Weizen, schaute nochmal auf die Karte und weiter ging’s hinauf zum Wörner Sattel, teilweise recht steil, sandig und mit vielen unangenehmen künstlich angelegten Treppen. Oben angekommen war die Sicht fantastisch. Man konnte auch rüber zur Soiernspitze sehen, auf der ich im letzten Jahr war, aber sie hing leider in den Wolken.
Anschließend noch hoch zur Steinkarspitze, und danach den langen Abstieg bis runter nach Mittenwald.

Bei der Rehbergalm achtete ich weder auf meinen Track auf der Uhr noch auf die Schilder, nur auf die nervigen Leute, die hier auf einmal alle waren. Bislang war nicht so viel los gewesen. Ich stieg irgendwie einfach einen Weg runter, überholte dabei noch paar Leute mit Hund und merkte irgendwann, daß ich falsch war. Ca. 100hm zu tief auf dem falschen Weg. Was soll’s, ich war gut drauf, Uhrzeit alles gut, und so ging ich wieder zurück. Kurz vor der Alm, an der ich falsch abgezweigt war, kam mir einer entgegen, den ich oben am Sattel und am Gipfel schon gesehen und überholt hatte. Er schaute mich weng verdutzt an, und als ich berichtete, meinte er, daß er eigentlich auch den Weg nach unten wollte, den ich vorgehabt hatte zu gehen. Scheinbar war hier die Beschilderung wirklich nicht ganz ok. Ich suchte und fand den richtigen Weg, und zusammen gingen wir bergab bis Mittenwald. Zum Auto hatte ich jetzt noch 2-3km vor mir auf gerader Strecke, während der andere zum Bahnhof ging, von wo aus er wieder zurück nach München fuhr.
Unterwegs kam ich noch am Fluß vorbei und machte mich ordentlich frisch. Eine Dusche würde es heute ja nicht geben. Am Auto hatte ich dann knapp 25km auf der Uhr mit fast 1700hm in Auf- und Abstieg – eine tolle Tour, ich war platt, aber einfach gut drauf und zufrieden.

Ich fuhr kurz noch zu einem Supermarkt, machte für morgen alles zurecht, dehnte meine Knie, schaute die Bilder nochmal an und in die Karte… Saß vorm Auto, später im Caddy drin und bin um 20.30 Uhr einfach eingeschlafen – scheint ein anstrengender Tag gewesen zu sein.


13.09.2020

Heute startete ich etwas früher um 6.10 Uhr mit Stirnlampe, nachdem ich mich frischgemacht und gefrühstückt hatte. Der lange Anstieg bis zum Klettersteig stand vor mir. Ich lief los in Richtung Brunnsteinhütte, also die andere Richtung als gestern. Es ging weit durch den Wald, mal steil, mal flach, mal wieder bergab. Bergab war ich meistens im Laufschritt unterwegs, weil das irgendwie einfach ist für die Knie. Der Leitersteig beinhaltete eine einzige morsche Leiter, und ich begreife den Namen noch heute nicht. Es ging über eine Hängebrücke, dann wieder steile, felsige Bruchlandschaft nach oben. Die Hütte erreichte ich wieder viel früher als gedacht. Hier kurze Pause mit Brot und Wasser. Auf dem Weg zum Brunnsteinanger überholte ich zwei Dreiergruppen. Dort angekommen, entschied ich die Brunnsteinspitze noch mitzunehmen. Ich war zeitlich gut unterwegs, und auch diese schaffte ich in kürzerer Zeit als auf dem Schild angegeben. Die Aussicht war einfach toll ins andere Tal rüber, ein paar Wolken hingen um die Gipfel rum, aber die machen die Bilder ja auch erst interessant.

Dann wieder runter, und nun hoch zum Klettersteig. Als ich einstieg hatte ich schon 1000hm auf der Uhr und keine Ahnung, was mich wirklich erwarten würde. Mein Sicherungsset hatte ich nicht dabei, so sicher war ich nach den Tourenbeschreibungen und Videos, die ich angeschaut hatte, aber daß es so lang und toll werden würde, hatte ich nicht erwartet. Ich lief da entlang von Gipfel zu Gipfel mit tollen Bildern vor Augen. Ich hetzte mich überhaupt nicht, machte viele Fotos und hatte am letzten Drittel auch viel Gegenverkehr, wo man immer bißchen Zeit verliert, und war in 2,5h drüber – genau die Zeit, die angegeben ist als Gehzeit. Von hier aus ging es nur noch bis zur Karwendelbahn Bergstation runter im Laufschritt. Die Westliche Karwendelspitze, wo ich schon oben gewesen bin, sparte ich mir, da zu viele Leute am Gipfel standen – das schreckte eher ab.
1900hm im Aufstieg hatte ich wohl gemacht laut Uhr und ca. 400 runter, kurz nach 13 Uhr war ich an der Bergstation, also 6,5h gesamt unterwegs mit Pausen – denke, das ist ok…

An der Bahn ließ ich mir noch ein alkoholfreies Weizen schmecken und fuhr dann runter, um die paar Minuten zum Auto zurückzugehen und heimzufahren. Der Verkehr war in Ordnung, alles lief wie geschmiert für einen Sonntag Nachmittag.

Natürlich überlege ich mir, wie ich die Tour mit der Gruppe verwirklichen kann. Ich werde sie einfach mal ausschreiben für’s nächste Jahr und sehen, was für Reaktionen kommen, wer überhaupt Interesse hätte. Organisiert werden muß sie dann natürlich anders als bei diesem Alleingang, der einfach super war…

Wandern 3F Special – Pitztal Riffelseehütte und Kaunergrathütte 05.-07.09.2020

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Ca. 1,5 Jahre nach Gründung meiner Wandergruppe Wandern 3F fand an diesem Wochenende die 1. Berg-Fortgeschrittenentour statt. Die Strecken und Höhen waren nicht unbedingt mehr geplant für diese Bergwanderung als beim Tannheimer Tal, aber wir würden in den Höhen um 3000m auf alpineres Gelände stoßen, unwegsamere Wege und Steige und ein paar leicht ausgesetzte Stellen. Mehr Ausrüstung würden wir dennoch nicht benötigen außer mehr warme Klamotten. Das Wetter war gut gemeldet für den ersten Tag, aber Regen am Zweiten und sogar Schnee war für den dritten Tag vorhergesagt. Ich war sehr gespannt, was wir wirklich bei dieser Witterung machen können würden, und auch ein bißchen aufgeregt aufgrund meiner Verantwortung hierbei für 7 Leute.


05.09.2020

Zu 8. auf zwei Autos verteilt starteten wir um 5.15 Uhr in Richtung München, Garmisch, Fernpaß, Plangeroß im Pitztal zu einem Wanderparkplatz etwas außerhalb. Beinahe zeitgleich kamen wir alle um kurz vor 11 an, bissen nochmal ins mitgebrachte Brot und zogen unsere Wanderklamotten an, um zur Bushaltestelle zu laufen.

Unser Bus brachte uns nach Mittelberg zum Ende des Pitztals. Hier starteten wir um 12 Uhr bei herrlichstem Sonnenschein unsere Tour auf 1740m über dem Meer. Unser Tagesziel war die Riffelseehütte, die wir je nach Lust, Laune und Wetter in 4 oder 5,25 Stunden erreichen würden laut Planer – erfahrungsgemäß würden wir schneller sein. Es gab die Möglichkeit, am Plodersee noch eine Schleife anzuhängen und etwas zu erweitern.
Entlang dem Taschachbach liefen wird zunächst an der Taschachalm vorbei in Richtung Taschachhaus, bevor wir rechts abzweigten und uns nun etwas steiler ansteigend zum Fuldaer Höhenweg hoch bewegten. Nach knapp 2 h Gehzeit machten wir Pause in einer Wiesensenke und genossen die Wärme und den strahlend blauen Himmel im Gras sitzend oder liegend. Wir waren weitestgehend in kurzen Klamotten unterwegs, nichts wies auf Regen oder anderweitig schlechtes Wetter hin. Die Stimmung war perfekt.

Weiter ging es dann bei herrlicher Beleuchtung und Bergwelt ringsrum ein Stück den Fuldaer Höhenweg entlang und dann links hoch zum Plodersee, der sich derzeit nur als kleine Pfütze im steinigen Gelände erwies. Hier hielten wir kurz Rücksprache, ob nun gleich zur Hütte runter oder die Extra-Schleife anhängen. Es war knapp halb 4, und wir waren gut unterwegs, so entschieden wir gesamtheitlich noch weiterzugehen zum Offenbacher Höhenweg runter und dann den Weg zur Riffelseehütte ein Stück entlang des Riffelsees. Kurz nach 17 Uhr erreichten wir die Hütte nach 14,5km, 900hm hoch und 320 runter. Langsam zogen ein paar Wolken auf und der Tag neigte sich dem Ende.

Ich meldete uns an, wir bestellten Essen und bezogen dann unsere zwei Zimmer – ein 6er und ein 4er Zimmer für uns allein. Die Hütte war sehr gemütlich, das Personal nett und lustig, und nach dem Frischmachen gab es leckeres Essen und ein paar Biers beim Uno-Karten. Wir hatten Spaß.
Kurz wurde noch der Plan für den nächsten Tag gemacht, Frühstücken um 7 und halb 8 Start. Der Wetterbericht hatte sich ein klein wenig verbessert, so daß der Vormittag noch halbwegs trocken zu bleiben schien, also wollten wir die frühstmögliche Zeit zum Aufbrechen nutzen – alle waren dabei.

06.09.2020

Als wir aufstanden war der Himmel zwar bedeckt, aber ungefährlich. Im Tal unter uns hingen dichte Wolken, die ein tolles Bild machten. Wir starteten nach Plan nach einem guten Frühstücksbuffet mit großer Auswahl, das überdurchschnittlich war für eine Berghütte. Diese hier ist allerdings mit dem Auto erreichbar, so daß es leichter ist, alles hochzuschaffen. Die Kopfschmerzen und Magenbeschwerden vom Vortag von Zweien von uns schienen vorbei zu sein. Voller Freude auf den bevorstehenden Tag liefen wir noch ein Stück am Riffelsee vorbei und dann den Cottbuser Höhenweg in Richtung Brandkogel (2677m), den wir optional auf der Liste hatten.

Als wir am Abzweig ankamen entschieden wir alle, mal loszulaufen und zu sehen. Mangels Gipfeltourenbeschreibungen im Netz war ich mir nicht sicher, ob der was für uns alle wäre, wir mußten aber ohnehin den Abstecher auf dem gleichen Weg zurückgehen, so daß es kein Problem darstellen würde, wenn der ein oder andere an einer Stelle nicht weiterwollen würde. An der ersten Kraxelstelle entschieden zwei sich dazu, untenzubleiben. Wir richteten hier unser Rucksackdepot ein und gingen nun zu 6. ohne Gepäck in Richtung Gipfel. Das Wetter erlaubte es. Unterwegs drehte dann noch eine von uns um, und so erreichten wir zu 5. den Gipfel über herrliche Kraxelei und ganz leichte Kletterstellen. Die Aussicht war nicht ganz frei, dennoch rundum schön, und die Wolken machten es auch interessant, hier oben zu stehen. Auf dem Weg nach unten dann etwas vorsichtiger langsamer aber problemlos – eine Genießertour auf jeden Fall für den, der gerne mit der Hand auch am Fels ist.

Als wir zum Rucksackdepot zurückkehrten erwarteten uns dort nur noch zwei von uns. Der mit den Magenproblemen war wieder zur Hütte abgestiegen, weil es ihm wohl wirklich nicht gutging – kleiner Schockmoment für mich, der mich ins Grübeln brachte. Ich rief ihn an, und als er mir versicherte, daß er gleich bei der Hütte wäre, es ihm soweit gutginge, daß er allein klarkomme, wahrscheinlich mit der Bahn ins Tal fahren und sich dort eine Unterkunft suchen würde, war ich etwas beruhigter, und wir gingen zu 7. weiter. Wir wollten mit ihm in Kontakt bleiben sofern möglich zwecks Handyempfang.
Der Himmel zog langsam immer mehr zu, dennoch war es eine wunderschöne Tour. Was folgten waren mehr und mehr Kraxelstellen, Seile und Tritte in den Wänden, Bachüberquerungen und dergleichen. Öfters erkundigte ich mich nach dem Wohlbefinden der anderen, da ich mich einfach nach dem einen Abgang meine Verantwortung noch mehr bewußt geworden war. Ich hoffe, es hat niemanden genervt, aber ich wollte auch kein Risiko eingehen. Eine hatte etwas Knieprobleme. Als sie einmal stürzte beratschlagten wir kurz. Es hätte die Möglichkeit gegeben, abzusteigen an dieser Stelle – entweder wir alle oder einer mit ihr, und ich wäre notfalls mit runtergegangen. Aber sie ist eine Kämpfernatur und blieb bei uns, was mich sehr freute, aber natürlich noch etwas vorsichtiger werden ließ.

Das letzte Stück Weg zur Kaunergrathütte liefen wir im Regen und beinahe ohne Sicht, was etwas schade war. Dennoch waren wir lange vom Regen verschont geblieben. Etwas nach 14 Uhr kamen wir auf der Hütte an mit 9,5km, 960hm hoch und 440 runter. Diesmal waren wir etwas über der geplanten Zeit, aber nicht über der reinen Gehzeit und unter den Umständen alles prima.

Erstmal ankommen und trockenlegen, anmelden und Lager beziehen – diesmal ein Großes im Nebengebäude der eigentlichen Hütte. Wir hatten den hinteren Bereich für uns, aber vorne waren noch einige andere Leute auch. Gerne hätten einige von uns noch den Übungsklettersteig hinter der Hütte gemacht, aber der war nach Erkundigungen derzeit gesperrt, weil die Haken gerade neu gesetzt worden waren, außerdem hörte der Regen nicht mehr auf, so daß uns nur noch blieb, im Gastraum zu hocken und Karten zu spielen. Tatsächlich schaffte ich diesmal auch, meine Dehnübungen für’s Knie zu machen, das keinerlei Schmerzen anzeigte.
Einige saßen in der Hütte, einer lag im Bett, Frischmachen war erledigt, ich machte meine Dehnübungen und versuchte, irgendwo Handyempfang zu finden, damit ich unseren Abkömmling erreichen könnte – leider vergeblich. Hier war kein Empfang… Als ich zu den anderen in den Gastraum zurückkehrte, saß unser 8. Mann plötzlich verschwitzt und etwas durchnäßt mit am Tisch – ich konnte meinen Augen nicht trauen. Nach einer kurzen Auszeit auf der Riffelseehütte ging es ihm wohl besser, so daß er ins Tal abgestiegen ist und beim Auto war. Danach ist er hier aufgestiegen. Er hatte mehr Kilometer und Höhenmeter gemacht heute als wir anderen und war wieder da – was eine Freude und Erleichterung. Alle zusammen genossen wir das gute Abendessen und den warmen Gastraum. Hütte sehr nett und Personal auf zack und gut gelaunt – es war ein schöner Abend mit wieder UNO-KARTEN in der Pool-Edition, also wasserfest, und guter Laune.
Das Wetter für den nächsten Tag hatte sich auch laut Bericht etwas entschärft – zumindest weniger Niederschlag, trotzdem wußten wir nicht was kommt, und wollten um halb 7 frühstücken, um um 7 oder kurz drauf zu starten. Um 10 gingen wir zur Hüttenruhe ins Lager, in dem es heute natürlich etwas lauter war als gestern aber dennoch gut und angenehm für eine Hüttennacht.
Gegen 3 Uhr mußte ich auf’s Klo. Da im Nebengebäude untergebracht lief ich mit Stirnlampe nach draußen und fand Schnee-Niesel vor. Alles war leicht weiß bezuckert und rutschig. Ich war gespannt drauf, wie es früh aussehen würde.

07.09.2020

Als ich nach dem Aufstehen meine sieben Sachen gepackt hatte und nach draußen ging war es trocken von oben her. Das bißchen Schnee war wieder fast weg. Wir bedienten uns am Frühstücksbuffet, das wieder reiche Auswahl hatte und machten uns danach langsam fertig für den Weg. Wir kamen erst etwas später los als geplant, aber alles im Rahmen.

Von der Hütte ging es gleich am steinigen Hang entlang in Richtung Steinbockjoch, schon hier ein paar leichte Kraxelstellen und Stahlseile. Schöner Weg. Am Joch angekommen entschieden wir uns, die Parstleswand (3096m) mitzunehmen.

Zwei gingen schon langsam nach unten, zu 6. gingen wir ohne Gepäck nach oben zum Gipfel, nachdem wir am Joch noch ein Gruppenfoto gemacht hatten – das hat nun richtig Spaß gemacht – einiges an ganz leichter Kletterei über großes Blockwerk, und oben erwarteten uns atemberaubende Blicke. Die momentane Anordnung der Wolken verstärkte die Eindrücke, denn sie hingen unter und über uns. Die Bergkette am Horizont war ringsum zwischen den Wolkenpaketen sichtbar und der Gipfel hier war schon etwas ausgesetzt. In alle Richtungen ging es vom Grat steil nach unten.

Nachdem wir auch hier genossen und ausführlich Gipfelbilder gemacht hatten stiegen wir wieder hinunter zu den Rucksäcken. Nun zog es immer mehr zu. Wir hatten einen perfekten Moment am Gipfel abgepaßt. Es schneite ganz leicht. Vom Joch auf der anderen Seite runter gab es noch seilversicherte Stellen und steile Wege, aber alles lief super. Wieder wäre etwas mehr Sicht wünschenswert gewesen, aber es war auch so ein schöner Abstieg, sehr abwechslungsreich durch’s Wiesengelände, über Bäche und dann durch niedriges Gestrüpp und Gewächs bis zu steilen Waldtrails hinab ins Tal zu den Autos. Die Regenklamotten mußten wir nochmal auspacken, aber es blieb bei leichten Niederschlägen. Nach 220m Aufstieg und 1420m Abstieg kamen wir gegen 12 Uhr an. Die beiden, die vor uns runtergegangen waren, saßen auch wohlbehalten im Auto schon. Alle also gut wieder runtergebracht, und die Heimfahrt verlief problemlos und ohne Stau.

Die Tour ging also wieder gut zuende, und ich würde die Ecke gerne nochmal sehen, nicht nur erahnen können, was die Ausblicke so bieten könnten.

4 Tage Radtour – Aischtalradweg, Altmühlradweg, Donauradweg 21.-24.08.2020

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Da ich meinen Plan für die Radtour im Juni 2020 wegen Corona erst geändert und dann ganz abgeblasen hatte, kam mir die Anfrage sehr gelegen, im August noch eine 4-Tages-Tour einzustreuen mit 3 Bekannten zusammen. Um die Planung habe ich mich wenig gekümmert. Es stand die Tour mit dem Aischtalradweg, dem Altmühlradweg und ein Stückchen an der Donau entlang ohne Ziel – wir kommen wie weit wir eben kommen war die Devise, das alles mit Zelt und dem entsprechenden Equipment.
Da ich in letzter Zeit nur zu Fuß unterwegs gewesen war aber dennoch fit, stieg ich in der Woche vorher noch zweimal auf’s Rad für einmal knapp 60 und einmal 75km – das sollte reichen, um genügend Sitzfleisch zu haben.
Gepackt war auch schnell, da das schon alles recht routiniert ist, und das Rad bekam noch ein paar Neuteile und Schmierung verpaßt, damit möglichst unterwegs keine Pannen in der Richtung auftreten können. Eine kurze telefonische Absprache im Vorfeld genügte, um alle Details zu klären, wer was mitnimmt. Hauptsache Fahrrad eben…


21.08.2020

Ich startete früh um halb 7 mit dem Auto und fuhr nach Forchheim, wo ich die anderen 3 treffen sollte. Rad ausladen, Taschen drauf und los ging es. War es anfangs noch etwas kühl, so änderte sich das schnell, und der Tag wurde richtig heiß. Wie gewohnt störte mich die Hitze überhaupt nicht, aber sie beeinflußte wohl doch unsere Reichweite für diesen Tag. Wir kamen nicht bis Rothenburg, sondern nur bis Bad Windsheim.
Unterwegs machten wir einen größeren Zwischenstopp mit Brotzeit und einem Erfrischungsbier auf einer idyllischen Bank an der Aisch (etwas vermooste Sitzgelegenheit neben dem dort stehenden Gewässer der angeblichen Aisch oder einem Nebenflußtümpel). Es war schön!!
Ein paar Kilometer weiter passierte dann der einzige Crash und Sturz dieser Reise. Alle drei fuhren vor mir, als Sophia rechts ausscherte und stehenblieb. Flo und Michael guckten zu ihr, was los ist, und ich dann natürlich auch. Als ich wieder nach vorne schaute, stand Michael, um nach seiner Frau zu schauen, und ich hatte maximal noch 5 Meter Luft, was nicht mehr zu machen war. Ich fuhr voll hinten auf, nicht schnell, aber auch nicht mehr haltbar. Irgendwie kam ich aus den Klickpedalen raus, hechtete nach links, machte eine Rolle vorwärts und stand wieder ohne einen einzigen Kratzer. Auch mein Rad hatte nichts abbekommen außer einem kleinen Gummifetzen, der vom Vorderrad abstand, war nichts passiert. „Das war filmreif“ erntete ich als Kommentar, aber nochmal nachstellen, um das Ganze in bewegten Bildern festzuhalten, wollten wir dann doch nicht – dann wär’s bestimmt anders ausgegangen.
Immer wieder suchten wir Zuflucht im Schatten, mal bei einem Brunnen zum Erfrischen und schließlich in einer Eisdiele in Bad Windsheim. Hier beschlossen wir, es für heute gut sein zu lassen und entschieden uns für einen Campingplatz direkt in Bad Windsheim neben dem Schwimmbad nach gesamt 73km, der nicht gut besucht war, somit für uns viel Platz und entspanntes Ankommen bot.
In Ruhe wurden die Zelte aufgebaut, geduscht und anschließend liefen wir noch in die Stadt rein, um etwas im Supermarkt zu kaufen und dann in einer Pizzeria etwas zu essen. Der Abend endete am Campingplatz mit einer Flasche Wein.


22.08.2020

Nach einer warmen Nacht, in der man fast nichtmal einen Schlafsack gebraucht hätte, standen wir unter wolkenverhangenem Himmel auf, der immer wieder von oben Wasser fallen lies – zum Glück noch recht wenig zum Zelte abbauen, aber schon zum Einpacken und Frühstücken schleppten wir alles unter einen Pavillon mit Grillstellen, um nicht gleich alles naß zu haben. Es gab heißen Kaffee und ne Scheibe Brot mit Wurst und Käse, wir machten uns von Beginn an regenfest und dann ging’s los um 8 – von Anfang an jetzt nicht mehr nur Nieselregen, aber es war auch nicht absehbar, daß es bald wieder aufhören würde, und wir wollten ja weiterkommen.
Schön war es dann allerdings wirklich nicht. Der Regen mal stärker, mal schwächer, bei zwei richtig starken Schauern stellten wir uns doch mal kurz unter, aber das half alles nichts – wir waren durch. Als es dann auch noch zu gewittern anfing gaben wir vorerst auf. Das war zu gefährlich. Wir waren zu diesem Zeitpunkt bereits 2 Stunden unterwegs und hatten gerade mal 17km hinter uns gebracht – Spaß am Radfahren ist anders.

In einem Dorfwirtshaus quartierten wir uns dann über Mittag für drei Stunden ein, bestellten alle erstmal einen heißen Tee zum Aufwärmen und dann ein Bier. Hier spielten wir Karten, aßen dann etwas und gegen 14 Uhr wurde es tatsächlich langsam trocken, so daß wir uns nochmal aufmachten.
Natürlich hatten wir uns in der Pause auch über unseren Weiterweg und unser heutiges Ziel unterhalten. Es sollte kurz vor Gunzenhausen auf einem Campingplatz sein. Die restliche Fahrt verlief dann gut, mit noch 62km am Nachmittag und damit 79 gesamt erreichten wir gegen 18 Uhr den Platz, auf dem wir auch bleiben konnten. Es war jetzt wieder strahlender Sonnenschein und auch viel wärmer als um die Mittagszeit, so konnte alles gut trocken werden. Wir Mädels bauten die Zelte auf während die Jungs noch bis Gunzenhausen radelten, um etwas zu essen und zu trinken einzukaufen. Zu Abend gab’s dann Brotzeit mit Bier und später noch nen Wein, außerdem spielten wir Karten, so lange es die Abendbeleuchtung erlaubte.


23.08.2020

Diese Nacht war schon deutlich kühler als die Letzte. Ich hatte mir zusätzlich zum dünnen Schlafsack noch die Daunenjacke um die Schultern gelegt und das Außenzelt, das wir die nach vorher noch offengelassen hatten, blieb diesmal zu.
Als wir um halb 7 aufstanden war draußen alles feucht und klamm, aber der Himmel nur leicht bedeckt. Es sah nicht nach Regen aus. Wieder packen und Frühstück wie am Tag vorher und Start gegen 8 Uhr.

Heute lief es besser an, und schon nach einer knappen Stunde waren die 17km gemacht, für die wir am anderen Tag 2 gebraucht hatten. Um 10 Uhr waren wir noch einen Kaffee trinken und das Ziel für die Mittagspause sollte Eichstätt werden. So 15-20km vorher merkten wir, daß es immer dunkler hinter uns wurde, was aber noch nicht bedrohlich aussah. Nach kurzer Pinkelpause ca. 10km vor Eichstätt waren wir auf freier Fläche unterwegs, als wir wirklich sehr unerwartet die ersten Tropfen abbekamen, und als wir es so richtig wahrnahmen, war es eigentlich schon zu spät. Wie aus Eimern schüttete es mit einem Mal, so daß kaum Zeit blieb, die Regenjacken anzuziehen. Schon lief das Wasser von oben in die Schuhe und überall rein. Als ich wieder auf dem Rad saß und weiterfuhr, konnte ich kaum mehr was sehen, weil alles auch in die Augen ging, und Brille ging garnicht mehr, weil Weltuntergangsstimmung herrschte.
5km vor Eichstätt kam dann eine Ortschaft, in der ein großes Wirtshaus mit großen Sonnenschirmen im Biergarten war. Hier tummelten sich schon viele Radfahrer und Bootfahrer, die sich unterstellten, hier umzogen, um aus den nassen Sachen rauszukommen. Es war richtig unangenehm kalt auf einmal. Auch wir suchten uns dann ein Plätzchen, um uns wenigstens an Oberkörper und Beinen trocken zu bekommen. Die Schuhe würden natürlich naß bleiben für die Weiterfahrt.
Wir bekamen zum Glück noch einen Platz in der Wirtschaft, so daß wir die Regenpause für unsere Mittagsmahlzeit nutzen konnten. Wir planten auch wieder das Tagesziel Kipfenberg oder Kindig und spielten Karten, aber diesmal nicht lang. Als wir mit dem Essen fertig waren, war es draußen abgetrocknet, ja sogar teilweise wieder sonnig, also weiter.
Zwar hätten wir noch ein paar Kilometer schaffen können, aber da unsere Sachen so naß waren, war es gut, etwas eher am Zeltplatz zu sein, um alles noch in die Sonne legen zu können – ein herrlicher Zeltplatz direkt an der Altmühl in Kipfenberg. 103km heute und Sophias erster 100er überhaupt – echt stark für eine Nicht-Radlerin auf einem Damenrad!

Wir tranken nach dem Aufbauen und Duschen noch ein Bier im Sonnenuntergang am Steg und gingen dann was essen im Biergarten am Campingplatz, bevor wir uns wieder am Steg niederließen, um noch bißchen den Abend ausklingen zu lassen.


24.08.2020

Die Nacht war kalt gewesen. Ich hatte fast alles angezogen, was am Start war und die Daunenjacke nun um die Füße gewickelt. Morgens standen wir auf bei ca. 11 Grad, und das im August. Wieder war alles klamm, die Schuhe ohnehin noch sehr feucht vom Vortag, da kommt Freude auf, aber wach ist man so schnell. Unser Platz war schattig, also packten wir alles schnell zusammen und gingen zu den Tischen des Biergartens, wo schon ein paar Sonnenstrahlen zu sehen waren. Hier frühstückten wir und bepackten unsere Räder richtig. Wir starteten heute um 8.20 Uhr, also etwas später, und wollten vielleicht bis Regensburg kommen, was nach unserer Schätzung 75km entfernt war. Wir wollten den Zug dort um 17.17 Uhr schaffen und vorher noch gemütlich ein Zielbier trinken.
Die ersten zwei Stunden fror ich noch ganz schön – Hände kalt, Füße sowieso, aber dann wurde es besser. Irgendwann waren wir am Kanal und dann an der Donau, wo alles vertraut war, weil ich hier ja schon vor zwei Jahren gefahren bin. In Kehlheim machten wir Mittag, hatten schon 67km und bis Regensburg stand noch 37,5 auf den Schildern. Unsere Schätzung war demnach völlig daneben gelegen, aber gut, daß wir so früh gefahren waren, somit war es tatsächlich machbar. Es lief jetzt wirklich wie geschmiert.

Auch noch das letzte Stück war alles in Ordnung, so daß wir kurz vor halb 5 in Regensburg am Bahnhof standen mit 109km auf der Uhr und einem fast 20er Schnitt – absolut in Ordnung für so eine Tour in der Gruppe, wo man immer wieder langsam tun muß, mal auf den einen oder anderen wartet, Schilder suchen muß, etc.
Die Jungs gingen los um die Tickets und 4 Bier zu besorgen, Sophia ging auf’s Klo und ich packte meine Sachen um – Radtaschen in den Seesack, den dann auf den Rücken und das Rad kann man leicht noch tragen – (es hatte sich beim Umsteigen so immer sehr praktisch erwiesen). Dann setzten wir uns an Ort und Stelle auf den Boden und feierten unsere Tour, als kurz drauf 3 Polizisten auf uns zuliefen. Wir waren uns keiner Schuld bewußt… Dennoch wiesen sie uns auf das Alkoholverbotsschild an der Hauswand über uns hin – das hatten wir nicht gesehen. Daß es auf dem Bahnhofsgelände untersagt war, Alkohol zu trinken wußten wir alle nicht, fanden es aber einleuchtend, erzählten den Dreien von unserer Tour und mußten dann alle zusammen lachen.

Bier war eh fast leer, also ließen wir es verschwinden und gingen zum Bahnsteig.
Die Zugfahrt verlief ohne Probleme, einmal umsteigen in Nürnberg und um kurz nach 19 Uhr dann in Forchheim, wo wir uns verabschiedeten. Ich packte mein Rad wieder ins Auto, und dann ging’s heim.

Schöne Tour, wenn auch etwas weniger Kilometer als gedacht. Die Hitze, der Regen, das hatte uns zum einen ausgebremst, und dann ist man in einer 4er Gruppe einfach doch merklich langsamer als zu zweit oder allein. War auch für mich interessant, das zu sehen.

5 Tage Ötztal – 4 Hütten – 7x 3000m 09.-13.08.2020

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Der August 2020 stand vor der Tür, der August, von dem ich 3 ganze Wochen in Pakistan, 2 davon dort im Hochgebirge, hätte verbringen wollen. Eine Woche von meinem Urlaub konnte ich verlegen, aber zwei waren noch übrig, und ich hatte keinen Plan, was tun. Eventuell Berge, eventuell Rad stand im Raum, aber allein…!? War doch etwas motivationslos, was das anging. Als sich dann kurzfristig herausstellte, daß Lissy zufällig zur selben Zeit Urlaub haben sollte und ähnlich planlos war wie ich, dazu sehr interessiert an einer mehrtägigen Hüttentour in den Alpen stieg die Stimmung enorm, und ein Plan war schnell gemacht. Seit 2016 war ich nicht mehr im Ötztal gewesen und die Sehnsucht danach war groß, zumal ich erst kurz vorher Tourenvorschläge für einen Freund für die Region ausgearbeitet hatte.
Ich steckte so eine ungefähre Route ab, fragte 3 Hütten an und stellte nach und nach 4 Tage Rundwanderung zusammen – natürlich immer mit dem Augenmerk drauf, daß alles für uns beide machbar ist. Die 3 Hütten antworteten positiv. 5 Tage vor Beginn unserer Reise fiel mir noch eine Erweiterungsmöglichkeit ein, und mit Lissys Zustimmung fragte ich eine weitere Unterkunft an, die wir dann mit zusätzlicher Etappe vorne anstellten. Das Vorhaben war somit Folgendes:
Tag 1: Fahrt nach Vent, dort parken, Bus nach Obergurgl, Aufstieg zum Ramolhaus
Tag 2: Ramolhaus über Ramoljoch zur Martin-Busch-Hütte
Tag 3: Martin-Busch-Hütte über Saykogel zum Hochjochhospiz
Tag 4: Hochjochhospiz über die 3 Guslaspitzen zur Breslauer Hütte
Tag 5: Breslauer Hütte ohne Gepäck zum Urkundkolm und dann mit Gepäck über Wildes Mannle und mit der Seilbahn runter nach Vent zum Auto

Die Vorfreude war riesig, das Wetter schien passabel zu werden, auch wenn gegen Nachmittag wohl ab und zu Wärmegewitter kommen würden. Die Hütten kannte ich alle schon, hatte teilweise schon mehr- oder vielfach darauf übernachtet, aber bis auf den Gipfel Wildes Mannle kannte ich nur Teilabschnitte, aber nicht die Highlights der einzelnen Touren. Das machte alles für mich natürlich auch nochmal interessanter. Nun hoffte ich einfach, daß unser Plan aufgeht und auch Lissy Spaß bei der Sache hat!


09.08.2020

Um kurz vor halb 6 stand ich bei Lissy vor der Tür. Die Fahrt verlief problemlos ohne Stau über München, Garmisch und Landstraße bis nach Vent. Bei sonnigem Hochsommer-Bergwetter parkten wir auf dem Parkplatz kurz vor der Ortschaft, lösten Ticket für 5 Tage, machten uns bergfertig, aßen noch einen Bissen und liefen zur Bushaltestelle, an der wir noch eine halbe Stunde auf den Bus warten mußten – perfektes Timing also für 5,5-stündige Anfahrt. Mit dem Bus ging es dann nach Zwieselstein zurück, dort wieder eine halbe Stunde warten auf dem Bus nach Obergurgl. Funktionierte alles prima, und so waren wir um 13.15 Uhr bereit zum Loslaufen.
Warm war es für diese Höhe von 1900m, Trägershirt war angesagt und kurze Hose sowieso – wir sollten auch an keinem der Tage eine Lange brauchen.
Knapp 8km ging es nun stetig, mal mehr mal weniger steil ansteigend oberhalb der Gurgler Ache entlang bis zum Ramolhaus auf 3006m. Der letzte Anstieg zur Hütte, die auf einem Felsvorsprung thront, war dann richtig steil – so kamen wir schwitzend und mit roten Köpfen aber glücklich oben an. Um uns herum lag eine fantastische Gletscher- und Berglandschaft. Von den angegebenen 4h Gehzeit hatten wir 3,5h inkl. 15-minütiger Pause benötigt.

Vom Hüttenwirt Martin, der immer einen Spaß auf der Zunge hatte und sich sehr um das Wohlbefinden seiner Gäste kümmerte, wurden wir sehr nett empfangen, bekamen ein Lager zugewiesen, das sich als ein 4-Bett-Zimmer für uns alleine rausstellte, und nach dem Einrichten und Frischmachen gingen wir noch eine Runde ums Haus, um zu gucken und zu fotografieren. Zu essen gab’s dann für uns beide Wenigesser dann nur das leckere Hauptgericht (Gemüsereis mit Hähnchencurry) anstatt das Menu und zum Nachtisch 2 Runden Kniffel.
Die Konstellation von 3 Frauen und 1 Mann am Nebentisch verursachte bei uns einiges Naserümpfen und Kopfschütteln. Wie sie wirklich zusammenhingen erschloß sich uns heute und auch am nächsten Tag (sie sollten morgen die selbe Tour laufen) nicht ganz, nur das penetrante Gerede ging nicht mehr aus dem Ohr raus für den Moment.
Um 9 Uhr gingen wir erledigt vom Tag schlafen, die Nacht war angenehm ruhig.


10.08.2020

Den Wecker, der auf 7 Uhr gestellt war, benötigten wir nicht. Nach gutem (berghüttenüblichen) Frühstücksbuffet mit Kaffee hatten wir um dreiviertel 8 alles gepackt und waren startklar. Der Himmel war wolkenlos blau, kühle Morgenluft war noch zu spüren, die sich aber bald auflösen sollte. Wetterbericht für heute war perfekt mit Gewitterwahrscheinlichkeit gegen späten Nachmittag, so sollte sich unser Plan durchführen lassen. Schon Vormittags würden wir über die bei Regen und Gewitter schwierige etwas gefährliche Stelle drüber sein, und wenn wir auf den Schluß zu etwas Regen abbekommen sollten, dann wäre das nicht schlimm.
Losging’s direkt hinter der Hütte bergauf auf steinigen Bergwegen und über ein paar Schneefelder, die so früh am Morgen erst leicht angetaut waren, da recht flach aber problemlos ohne Eisen zu überqueren. Innerhalb weniger Minuten steht man hier in einer scheinbar menschenleeren einsamen Bergwelt, wo nur die Fußtritte im Schnee auf das Dasein anderer hinweisen. Es folgten dann auch Leute, ganz klar, aber überlaufen war keine einzige unserer Touren.
Nachdem man die Schneefelder hinter sich gelassen hat wird es schnell steil und die ersten Drahtseile im Fels in Kombination mit Eisentritten werden sichtbar. Hatte ich zur Not für diese Passage Klettergurt und Klettersteigset für Lissy im Rucksack, so merkte ich schnell, daß das überhaupt nicht nötig gewesen wäre. Sie ging voran und kletterte die vielen Stufen und Wände am Seil hinauf wie wenn sie nie was anderes gemacht hätte. Ich kletterte hinterher und machte Bilddoku für sie und die Leute, denen ich auch diese Tour vorgeschlagen hatte. Bei 3186m über dem Meer, also nur 180m über dem Ramolhaus erreicht man das Ramoljoch, bei dem wir ca. um halb 9 ankamen. Von hier hat man einen wunderschönen Blick auf die Wildspitze mit 3770m, dem damit zweithöchsten Berg Österreichs nach dem Großglockner.

Das Bild war nun ein völlig anderes und über Blockwerk und Platten ging es schattig zwischen Spiegelferner und Ramolkogel nach unten, im großen Bogen um den Spiegelkogel herum und nach ein paar Gletscherbach-Querungen steil nach unten, um zwischen Vent und Martin-Busch-Hütte auf den Normalweg zur Martin-Busch-Hütte zu stoßen, der im Übrigen wieder befahrbar und offen zu sein scheint, auch wenn die Warnschilder noch hängen. Diesen liefen wir dann hinauf und kamen so um 14.30 Uhr an unserem heutigen Ziel an, Gehzeit ziemlich genau 6h wie angegeben, 12km, 510m hoch und 980m runter. Wir waren also gut unterwegs, auch wenn wir wirklich nicht hetzten, viele Bilder schossen und uns Zeit für die tolle Aussicht und den Genuß nahmen.

Auch hier wurden wir freundlich empfangen, auch wenn die Hütte natürlich wesentlich größer und unpersönlicher ist. Unser Lager war diesmal ein 10-Bett-Quartier, in dem dann letztlich 8 Personen lagen. Kurz saßen wir nach dem Frischmachen noch draußen, aber es schlug dann schnell das Wetter um. Ab ca. 16 Uhr Gewitter und Regen, der bis weit in die Nacht hineingehen sollte. Wir waren dann in der Wirtsstube und spielten Mensch-ärgere-Dich-nicht wo sich bald noch zwei alleinreisende Jungs dazusetzten, Tobias und Tobias, der eine aus Holland, der andere aus Hannover. Wir spielten ein paarmal mit verschärften Regeln vor und nach dem Essen und quatschten bißchen. Der Tobi aus Hannover hatte morgen auch vor über den Saykogel zu gehen wie wir, und wir verabredeten zumindest mal eine ungefähre Zeit zum Aufbruch – 6.30 Uhr Start.


11.08.2020

Der Wecker klingelte um 5.30 Uhr, d.h. Ich schaute wieder 3 Minuten vorher auf die Uhr. Wir wollten früh starten, um gut rüberzukommen. Auch heute waren wieder Gewitter am Nachmittag gemeldet.
Abermals strahlend blauer Himmel am Morgen, so liefen wir über leicht ansteigende Wiesenhänge ein kleines Stück Richtung Similaunhütte und dann rechts hoch zum Saykogel. Tobias, der etwas später gestartet war, holte uns bald ein, lief ein Stück mit uns und überholte uns dann, um uns erst am Abend auf der Hütte wieder zu begegnen, nachdem er noch die Mittlere Guslarspitze gemacht hatte. Er war wirklich sehr schnell unterwegs.
Wir ließen uns Zeit, was alles auch sehr angenehm und entspannt machte. Über Blockwerk, etwas Schutt und leichte Felskraxelei ging es nach oben der Sonne entgegen, erneut ein irre toller Sommertag im Gebirge. Vor dem letzten Steilanstieg machten wir in Ruhe Pause, und dann ging es die letzten Meter bis zur heutigen höchsten Stelle auf ca. 3300m. Der Weg ging dann links am Gipfel vorbei durch weiteres Blockwerk und dann auf der anderen Seite wieder runter in leichter Kletterei. Ein paar kleine ausgesetzte Stellen waren dabei, bei denen ich Lissy riet, nicht nach unten zu sehen, da sie nicht ganz schwindelfrei ist, aber sie hat das prima gemeistert. Wir waren hier sehr langsam unterwegs, aber durchwegs sicher und unproblematisch. Wahnsinnige Aussichten zum Similaun, der Fineilspitze, dem Hochjochferner und vielen anderen Gipfeln und Gletschern entschädigten alle Mühen, und nach dem etwas schwierigeren Teil im Abstieg oben ging es zügig weiter vorbei an einem kleinen See, in dem man die Fineilspitze spiegelnd fotografieren konnte und bis zur ersten Flußüberquerung. Das Wetter war noch immer stabil, so entschieden wir hier, unseren Füßen ein Eisbad zu gönnen und ein bißchen auszuruhen, um die Landschaft zu genießen. Wieder waren wir so gut wie alleine unterwegs an diesem Tag. Uns kamen tatsächlich nur kurz nach dem Saykogel zwei Männer entgegen, mit denen wir uns kurz unterhielten. Letztlich stiegen wir noch rüber zum Hochjochhospiz, wo wir ca. um 14 Uhr ankamen nach vielleicht etwas mehr als 6 Stunden Gehzeit, also wieder voll im Soll der angegebenen Zeit. Die Strecke beträgt ca. 9km bei 860m hoch und 990m runter.

Hier am Hochjochhospiz schien die Sonne noch kräftig auf die Terrasse, so daß wir das Frischmachen auf später verschoben und erstmal ein Bier auf der Terrasse tranken mit Blick auf Kreuzspitze, Kreuzkogel, Sennkogel, Saykogel und Fineilspitze.

Wieder hatten wir ein Zimmer für uns alleine, allerdings diesmal ein etwas engeres Zweibettzimmer mit Stockbett. Frischmachen, zum Abendessen einen Salat, der für einen Hüttensalat echt was hermachte, und dann noch Mensch-ärgere-Dich-nicht mit Tobias aus Hannover. Zwischendurch gab es wieder Regen und einen wunderschönen Regenbogen komplett rum vor den oben aufgezählten Gipfeln und sogar zwei Regenbogen übereinander – das hatte ich noch nie vorher gesehen. Hier wurde es nun zum ersten Mal wirklich fast 22 Uhr bis wir schlafen gingen, auch wenn wir wieder einen langen Tag vor uns hatten.


12.08.2020

Der Plan waren die Guslarspitzen (vielleicht alle 3), dann runter Richtung Vernagthütte und bis zur Beslauer, evtl. im Anschluß noch ohne Gepäck auf den Urkundkolm, der direkt hinter der Breslauer Hütte 300m höher liegt. Mal sehen, was gehen würde auch zwecks Wetter, das wie gehabt am Nachmittag Gewitter voraussagte.
Dieser Tag sollte der für mich Beeindruckendste werden – wie ein Blick von oben in eine zweite Heimat, die sich heute von ihrer klarsten und weitblickendsten Sonnenseite zeigte. Auch wenn das mein bereits 8. Besuch auf der Martin-Busch-Hütte war und erst der 4. auf dem Hochjochhospiz zieht mich doch diese Seite, also das Rofental mehr an und fühlt sich vertrauter an. Geschichten stecken in diesem Ötztal von Vent aus schon einige für mich, und nicht nur Positive. Spätestens aber diese Tour und gerade dieser Tag heute hat einiges wieder gutgemacht.
Wir liefen also los in Richtung der Mittleren Guslarspitze. Der Weg entspricht lange Zeit dem zum Brandenburger Haus. So liefen wir also auf die Abbruchkante des Kesselwandferners zu mit Blick zum Hintereisferner und zur Weißseespitze, im Nacken natürlich alle gesehenen Gipfel der letzten Tage. Je höher wir stiegen, um so weiter wurde der Kesselwandferner bis bald schon das Brandenburger Haus auftauchte, was durch die tolle klare Luft so nah wirkte, einfach unglaublich, das je so sehen zu können – zur richtigen Zeit am richtigen Ort. Dann teilte sich der Weg, und wir gingen rechts weiter durch steile Wanderpassagen hinauf zur Mittleren Guslarspitze, die wir nach 2 Stunden Gehzeit erreichten, also eine halbe Stunde schneller als am Schild gestanden hatte.

Hier trafen wir auf Stefan aus München, mit dem wir uns kurz unterhielten, und der auch so freundlich war, ein Bild von uns beiden zu machen mit dem Gipfelkreuz mit dem Edelweiß in der Mitte.
Von dieser Spitze aus konnte man unmarkiert hinüber zur Vorderen und zur Hinteren Guslarspitze gehen – als erstes auf die Vordere ohne Gepäck, da man ohnehin wieder zur Mittleren zurückmußte. Dieser Aufstieg bedeutete einiges an Kraxelei vielleicht 1er Kletterstellen, und Lissy entschied sich auf halber Strecke auf mich zu warten. Das machte mir jetzt so richtig Spaß, hier einen Weg zu suchen und hinauf zu klettern – genau mein Ding. Stefan war schon kurz vor mir oben, so konnte ich auch dort ein Gipfelbild von mir machen lassen.

Wir quatschten bißchen über die umliegenden Berge und unsere Touren und stiegen dann gemeinsam wieder ab, wieder auf die Mittlere und dann noch zusammen mit Lissy und Gepäck auf die Hintere, die auch wieder einfaches Blockwerk darstellte. Allerdings waren die Wege hier deutlich sichtbar. Es war einfach unbeschreiblich hier oben.

Dennoch mußten wir natürlich wieder runter über zunächst steile sandige Bergwege, dann wieder flacher. Das war die einzige Passage, während der ich meine Stöcke benutzte um etwas die Knie zu schonen, die überhaupt nicht muckten während der ganzen Tage, was mich wirklich glücklich machte.
Die Vernagthütte ließen wir links liegen und gingen über den Seuffertweg bis zu Breslauer Hütte. Das Wetter schlug langsam um und der Himmel zog sich zu, dennoch hatten wir tolle Ausblicke vor uns mit der Wildspitze und allem anderen um uns rum.

Dort angekommen wollten wir tatsächlich dann gleich noch los zum Urkundkolm. Wir bezogen unser Lager, diesmal ein 20-Mann-Lager, und machten uns fertig mit leichtem Gepäck, bzw. nur Wasser, Fotoapparat und Regenjacke, aber als wir wieder draußen waren begann es zu tröpfeln. Ein Bergführer, der dort oben Gletscherausbildung mit einer Gruppe machte, mit dem wir kurz sprachen, äußerte sich auch unsicher, ob es noch so lange halten würde, und so entschieden wir letztlich unten zu bleiben. Eventuell würde ich am nächsten Morgen noch die Gelegenheit dazu geben.
Heute waren es damit 13km, 1040m hoch und 610m runter in 6h 15min. Gehzeit – einfach perfektes Tempo und wieder ohne Hetze.
Wir saßen dann in der Hütte, wo erstmals alle Tische mit Plexiglasscheibe getrennt waren, und hatten viel zu erzählen und Spaß an dem Abend. Die Suppe war lecker und ausreichend, das Bier war ok, und zum Abschluß der Tour genehmigten wir uns einen Schnaps (beide keine Schnapstrinker…) :-).
Ins Bett ging es auch erst wieder um 10, aber im Lager war es eh sehr unruhig bei den vielen Leuten. Lange wurde noch gekramt und geraschelt.


13.08.2020

Da viele von hier aus auf den Gletscher und / oder zur Wildspitze gehen zum Beispiel gibt es bereits ab 5 Uhr Frühstück. Als wir um kurz vor 5 aufstanden war das Lager quasi schon leer bis auf Vereinzelte. Wir hatten uns aber auch für die frühe Zeit entschieden, da wir den Urkundkolm noch mitnehmen wollten und Verkehrschaos in Garmisch gemeldet war wegen Sperrung des Fernpasses für 3 Tage. Unsere Zeit war perfekt, viele waren schon weg, die Waschräume leer, auch beim Frühstück nicht viel los. Die Rucksäcke ließen wir hier und waren gegen dreiviertel 6 dann auf den Beinen vor dem Sonnenaufgang. Wolken waren am Himmel mit nur wenigen Lücken zwischendrin, aber es schien doch einigermaßen noch stabil zu sein. Dennoch waren die Regenjacken vorsichtshalber am Start. Die Idee, so früh da hochzugehen, erwies sich als richtig toll. So konnten wir einen wunderschönen Sonnenaufgang miterleben, zwar inmitten der Wolken, aber die Fotos und Bilder vor Augen machte das erst interessant. Wir waren hier um einiges schneller als angeschrieben, aber natürlich ohne Gepäck, was es schon leichter macht. Es gibt hier leichte Kraxeleien, aber nichts Nennenswertes auf der Tour ansich.

Dann zurück an der Breslauer Hütte, hier nochmal auf’s Klo und Rucksäcke holen und ab Richtung Wildes Mannle. Der Höhenunterschied zwischen der Hütte und dem Gipfel ist nicht viel, aber es geht doch einiges rauf und runter, teilweise auch recht steil und sandig unangenehm, aber alles kein Problem. Erst der Gipfelanstieg über den Rofenkarsteig ist etwas kniffelig und seilversichert an ausgesetzten Stellen, und oben geht’s dann ein ganzes Stück über Blockwerk bis zum Gipfelkreuz. Hier noch ein Selbstauslöser Gipfelbild bevor es runterging. Oben war es jetzt recht windig und kalt weil bedeckt. Der Abstieg bis zur Seilbahn ist nicht mehr weit, und mit dieser sind wir dann abgefahren, um uns die Plackerei bergab zu sparen und außerdem schnell am Auto zu sein, weil wir doch etwas Bedenken wegen der Heimfahrt hatten.

Waren um halb 11 in Vent und um halb 5 daheim, war also alles unbegründet, aber gut so. Eine wunderschöne Tour ist zuende, aber die Bilder sind im Kopf eingebrannt. Ich danke Lissy für die tollen Tage und die nette Begleitung und muß nochmal meinen riesen Respekt aussprechen: Es war als wärst Du schon immer in den letzten Jahren nur auf Hüttentouren unterwegs gewesen!!!

Ötztal, ich möchte wiederkommen!!!

Wandern 3F Special – Tannheimer Tal Landsberger Hütte + 5 Gipfel (bis 2126m) 19.-20.07.2020

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Ca. 1,5 Jahre nach Gründung meiner Wandergruppe Wandern 3F fand an diesem Wochenende die 2. Bergeinsteiger Tour statt. Die Gruppe hat sich bis heute auf aktuell 32 aktive Teilnehmer entwickelt, wir schrieben hiermit die 19. Wanderung / Tour (davon 6 3F Specials mittlerweile) zu Buche und waren diesmal zu 9. mit zwei Autos im Tannheimer Tal. Das eine Auto bekam früh um vor 9 noch einen Parkplatz am Vilsalpsee, wir waren etwas später dran und parkten so in Tannheim, um mit dem Bus nach oben zu fahren.
Dort trafen wir uns alle zusammen bei gigantischem Wetter und in gigantischer Kulisse schon am Start. Ich selbst war auch noch nie in dieser Ecke gewesen vorher, somit konnte ich das Ambiente auch nur von Bildern aus dem Netz erahnen, aber es erwies sich schon bei der Ankunft als traumhaftes Stückchen Erde, was die Stimmung von Anfang an nochmal zusätzlich auffrischte und die Gesichter lachen ließ.

Vilsalpsee

Die Truppe war wieder sehr gemischt was Alter und Bergerfahrung anging, dennoch lief es von vorne bis hinten deutlich „runder“ als beim letzten Mal im Karwendel, so daß wir meinen erwarteten Zeitplan sogar deutlich unterschreiten konnten und damit mehr geschafft haben als ich tatsächlich gedacht hatte.
Es stand unten am Vilsalpsee z.B. am Wegweiser mit 3h zur Landsberger Hütte, an der wir nach gut 2h schon ankamen. Zunächst ging es steil durch den Wald meist an einem Bach entlang, immer wieder mit Blick rückwärts auf den Vilsalpsee. Gerade bis zum Traualpsee war sehr viel unterwegs hier auf dem Weg, an dem man plötzlich auf einer Hochebene stand – die Idylle nochmal gesteigert und schon ein wenig mehr alpine Landschaft für’s Auge.

Ab hier leicht ansteigender Bergweg bis man zum letzten Stückchen Steilanstieg auf teils rutschigem Gestein kam, das auch stahlseilversichert war. Aber alle haben das prima gemeistert und die Augen wurden nochmal größer, als man hier erneut aus dem Wald stieg mit Blick auf einen kleinen See, die Lache, im Talkessel, und darüber ein paar Spitzen, die teilweise schon beeindruckende Felswände zeigten, darunter die Lachenspitze, die wir u.A. heute noch besteigen wollten.
Auf der Landsberger Hütte angekommen bekamen wir gerade noch einen Tisch draußen auf der Terrasse. Kleine Pause von ca. 1 Stunde war angesagt, um etwas zu essen oder zu trinken. Ich kümmerte mich erstmal ums Einchecken und wir konnten gleich ins Lager „Schwalbennest“ einziehen, bevor wir weitergingen, so konnten wir viel Gepäck einfach schon hierlassen und mit leichtem Rucksack unsere Gipfel besteigen.

Alle zusammen starteten wir um ca. 13 Uhr zur Schochenspitze. Bis hierhin waren es bereits 620hm und gut 4km zu gehen und alle waren noch immer voll motiviert und bester Laune. Der Weg ist ein Panoramaweg oberhalb der Lache entlang, teils steil, teils mit hohen Stufen, so daß eine gewisse Anstrengung schon gegeben war, aber die tollen Einblicke in die umliegenden Täler, als man weiter und weiter nach oben kam, entschädigten auch die Schwächeren alle wieder. So erreichten wir die 2068 Meter hohe Spitze alle 9 auch wieder unter der angegebenen Zeit, und ich war irre stolz auf meine Leute – die Stimmung war großartig.

Ein paar Meter ging es dann zusammen wieder nach unten, und hier sprachen wir über den nächsten geplanten Gipfel, die Lachenspitze, die noch ca. 200hm mehr bedeutet hätte, aber am Gipfel oben luftige Kletterstellen im 1er Grad aufweist. Drei von uns machten sich von hier aus auf den Weg zurück. Teils ließen schon die Kräfte etwas nach, und gerade das bevorstehende Stück Weg würde noch einiges an Kraft und Konzentration fordern, außerdem absolut Schwindelfreiheit. Meiner Meinung nach sehr gute Selbsteinschätzung von jedem Einzelnen, und so gingen wir zu sechst weiter, ich meinerseits bedenkenlos mit diesen Jungs und Mädels, was sich ebenso als richtige Einschätzung erwies. Zwar hatten, oben auf 2126m angekommen, doch welche weiche Knie und wohl nen kleinen Adrenalin Kick bekommen, aber alles im grünen Bereich und gutem Empfinden.

Kurzer Aufenthalt am Gipfel, und dann auf der anderen Seite wieder runter – wesentlich einfacher. Zum Glück hatte ich die Richtung der Tour vor ein paar Tagen noch umgedreht – ich wollte sie ursprünglich andersrum gehen, hatte dann aber eben wegen diesem Kletterstück umentschieden.
Unten an der Steinkarscharte angekommen kam uns einer unserer drei entgegen, der mit zur Hütte zurückgegangen war. Mit ihm gemeinsam bestiegen wir dann noch die Steinkarspitze mit 2067m, bevor wir zur Landsberger Hütte zurückkehrten. Einer von uns nahm auch die Rote Spitze zum Schluß noch mit, aber für die anderen war es für heute ausreichend Weg und Höhe (zumal wir früh um 5 schon zu Hause gestartet waren und die 4h Fahrt ja auch anstrengen) – laut Komoot 1070m hoch, 450 runter und 11km – für eine Einsteigertour in den Bergen und vor allem auch die Berg-Neulinge eine beachtliche Leistung!
Zwei Jungs von uns gingen abends noch in der Lache baden, die anderen machten sich so frisch, da Duschen zwecks Corona geschlossen hatten (was allerdings das einzig merkliche so richtig war auf der Hütte Corona betreffend), und dann das übliche Hüttenzeremoniell – gutes Hüttenessen, paar Biers trinken quatschen und entspannt den beeindruckenden Tag ausklingen lassen.

Zum vereinbarten Frühstück um 7 Uhr saßen wir alle schon um halb 7 bereit – die Motivation schien hoch zu sein ;-). Essen, packen, anziehen und los den Berg hinauf bei strahlend blauem Himmel – Bergwetter aus dem Bilderbuch. Zusammen ging es auf dem Saalfelder Höhenweg zur Scharte, von der wir gestern Abend auch runtergekommen sind, und dann hinüber in den nächsten Kessel, an einer Kesselwand ziemlich eben dahin und hinüber ins nächste kleine Tal, langsam und ab jetzt stetig immer mehr Blicke auf den tollen Hochvogel und seine umliegenden Spitzen. Nach 250hm aber schon 4,5km erreichten wir endlich die Stelle, von wo aus zum ersten Mal der Schrecksee zu sehen war. Etwas unterhalb diesen Punktes machten wir etwas Pause und entschieden uns für eine der drei möglichen Varianten – Abstieg zum Schrecksee und wieder hoch, auf gleicher Höhe weiter mit Blick auf den Schrecksee, oder noch über zwei Gipfel drüber, die auch etwas luftiger sein würden. Wir entschieden uns für die zwei Gipfel, Knappenkopf und Kugelhorn, was gesamt nochmal 150hm mehr bedeuten sollten.

Diese „Überschreitung“ war mit der Gruppe etwas haariger als gedacht. Schon kurz vor dem Gipfel am Knappenkopf gab es eine etwas ausgesetzte Gratstelle, die man unterhalb umgehen konnte, aber auch diese Umgehung war matschig im steilen Wiesengelände und war somit nicht jedem ganz geheuer. Oben ging es dann recht gemütlich weiter zum Kugelhorn, hier also nun alle zusammen auf 2126m, was sich natürlich auch für’s Gruppenfoto angeboten hat.

Ich hatte es am Tag vorher schonmal erwähnt, daß es da noch eine kraxelige Stelle geben wird, aber das war wohl nicht so richtig angekommen, bzw. war es aufgrund der einfachen Strecke oben wieder in Vergessenheit geraten, aber beim Abstieg zur nächsten Scharte galt es dann ein bißchen, die Hände mit am Fels zu haben. Im Ganzen nur ein kurzes Stück, aber das verursachte dann doch bei einigen etwas zittrige Beine und schwindelige Gefühle. Der tolle Zusammenhalt der Gruppe hat sich aber hier dann wirklich erwiesen. Es wurden Tipps gegeben, geholfen, gehalten und Füße beim Rückwärtsklettern geführt, und so ging es zwar langsam aber stetig bergab bis alle durch waren. Unten wurde erstmal durchgeschnauft, und bei einigen dauerte es etwas länger bis sie ganz drüber hinweg waren. Resumée war aber durch die Bank am Schluß für alle, die etwas gezittert hatten, daß es eine tolle Erfahrung war, mal an so eine Grenze zu stoßen und so etwas zu erleben. Und ich erinnere an den Spruch aus der Gondel, den Simone im letzten Jahr im Karwendel für uns fotografiert hat: „Nur wer riskiert, zu weit zu gehen, kann überhaupt herausfinden, wie weit man gehen kann.“ Ich würde diesen etwas abwandeln, denn zu weit gehen wollen wir ja nicht: „Nur wer an seine Grenzen geht, kann diese Grenzen auch kennenlernen.“ (Anm.d.Red.: …das haben bestimmt schon zig schlaue Köpfe gesagt, deswegen ist es an dieser Stelle ein Zitat von irgendwem… ;-))

Von meiner Seite hierzu: Es war auch für mich eine Erfahrung, wie schnell bei dem ein oder anderen die „Starre“ einsetzen kann und an was für unterschiedlichen Stellen das bei allen ist. Dadurch, daß ich vorher gute Tourenbeschreibungen gelesen hatte, war ich mir der Schwierigkeit dieser Stelle absolut bewußt, wobei das jetzt keine Kletterstelle ist oder so, und somit natürlich angespannt schon vorher. Dennoch gab es zu keiner Zeit Bedenken, und wenn ich jeden einzeln darüber hätte führen müssen – Gefahr bestand zu keiner Zeit. Durch die super gemischte Gruppe, wo absolut jeder auf jeden geschaut hat, sind wir hier super durchgekommen und gaben uns dann dem Abstieg zum Vilsalpsee hin. Ein langer Abstieg, was auch hier nochmal neu war für viele, denn im letzten Jahr waren wir ja gemütlich mit der Bahn abgefahren.
Die Füße brannten nach 400hm hoch, 1020hm runter und 12km, ebenso bei manchen die Haut, da die Sonne uns heute wirklich gut bedient hatte.
Vorbei an der Vilsalpe dann noch ein Hatscher entlang des Sees.

Wir erreichten unseren Bus gerade so, so daß wir nicht noch länger hätten warten müssen und fuhren schnell nach unten. Das andere Auto ging oben noch was trinken und baden im See.
In Leups trafen wir uns dann noch nach reibungsloser Heimfahrt im Biergarten und aßen und tranken zusammen bei etwas müder aber sonst doch glücklicher Stimmung. Es war wieder ein tolles Erlebnis für alle, so wie ich den Eindruck habe, und ich habe eine Ecke kennenlernen dürfen, die ich sicher nicht zum letzten Mal besucht habe. Alle Mühen im Vorfeld haben sich absolut gelohnt!

Frühstartertour Hasentalkopf – Ammergauer Alpen (1797m) 12.07.2020

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…es gibt wieder nicht so viel darüber an Worten zu verlieren. Wieder eine Tagestour mit sehr viel Autofahrt, aber eine tolle Gegend, die ich bislang noch nicht kannte!!

Rezept:
Man nehme 3 Leute mit guter Laune und Lust auf Berge, packe sie ins Auto, fahre in die Nähe von Schloß Linderhof und los geht’s…
Zubereitung:
sehr simpel